Kapitel 124

KIRCHEN UND KIRCHENSTEUER

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 584–587
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Ich kann weder erkennen noch verstehen, dass man als Gläubiger, egal welcher Religion man angehört Eintrittsgeld bezahlen soll, um mit seinem Gott zu sprechen. Auch in den heiligen Schriften, sucht man einen Hinweis auf die Notwendigkeit der Kirchensteuern vergeblich. Als Christ muss ich sogar einwerfen, dass es der Lehre von Jesus nicht nur nicht entspricht, sondern dieser entgegensteht. Jesus hat seine Zuhörer nicht zur Kasse gebeten, er hat Gottes Wort verkündet, ohne dafür Eintritt zu verlangen und er hat seine Gäste dann auch noch mit Brot und Fisch verköstigt, als diese Hunger hatten, ohne Ihnen dafür eine Rechnung zu präsentieren. Auch seine Apostel hat er nicht dazu angehalten durch das Land zu reisen, um Gelder für die Gnade Gottes zu kassieren.

Leider wurde aus der Kirche eine politische Weltmacht, irgendwann haben die Kirchenfürsten aber gegen ein entsprechendes Entgelt (Kirchensteuer) beschlossen, die offizielle Führung der Länder an Regierungen zu übergeben. Alle Bischöfe waren früher Adlige und die Landesväter haben dich Ihnen entledigt durch ein lebenslanges Gehalt.

Wie viele von den Lesern wissen, dass kirchliche Würdenträger ihr Gehalt vom deutschen Staat und nicht von der Kirche bekommen? Sie werden von der Kirchensteuer bezahlt. Das gilt für die „Staatskirchen“ nicht für freie Gemeinden, wo die Gläubigen selbst für den Unterhalt der Kleriker sorgen müssen.

Die Raffgier der Kirche (Ablasshandel etc.) war einer der Gründe, warum die Reformatoren versucht haben, dass sich die Kirche wieder mehr der Bibel als dem Staat nähern.

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Warum sollten wir Kleriker finanzieren, als wären wir noch im Mittelalter. Ich würde sogar auch hier weitergehen. Die Kirchen haben seit Jahrhunderten die Menschen ausgeraubt im Namen Gottes und sind der Lehre der Bibel in keiner Weise gefolgt. Viele Prozessionen und Gebrauchtgegenständer der Priester im Vatikan und sogar Throne sehen mehr nach satanischen Ritualen aus als nach Gottes Lehre.

Auch die Schätze der Kirche gehören nicht der Kirche, sondern den Menschen. Sie wurden Ihnen durch Macht und Angst gestohlen. Es würde Zeit werden, etwas Transparenz in die Unternehmen, Geldflüsse und Schätze der Kirche, hier insbesondere der katholischen Kirche zu bringen und dann gemeinsam zu überlegen. Ob wir dieses Vorgehen auch für die Zukunft wünschen, ob die Schätze, Firmen und Reichtümer in den Händen des Klerus bleiben sollen, oder ob das Geld nicht besser bei den Gläubigen und anderen Kindern Gottes aufgehoben wäre.

Gott verlangt keinen Eintritt.

Wenn man zum Vermögen des Vatikans recherchiert, kommt man aus den Superlative nicht mehr raus. Es spricht viel dafür, dass der Vatikan nicht nur das meiste Land, sondern auch die meisten Immobilien und auch Finanzmittel der Welt besitzt. Einer der vielen interessanten Artikel zu diesem Thema findet sich hier:

https://theologe.de/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.htm Ein großer Teil des Geldes kommt direkt aus dem Sklavenhandel in der Kolonialzeot, was man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Die Zeitschrift die Welt hatte einmal recherchiert, dass der Vatikan nach den USA über den zweitgrößten Schatz der Welt verfügt.

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Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den anderen lieben; oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."Matthäus 6, 24

Allein dieses Zitat aus der Bergpredigt: würde genügen, um die Schätze wieder an die Menschen zurückzugeben. Auf einmal wären alle reich und die Kirchen würden Jesus wie seine Jünger in Armut und Demut dienen.

Wie viele da wohl den Dienst quittieren würden?

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