Kapitel 019

PARTEIEN

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 102–108
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Die Politik hat massiv Angst vor kritischen Denkern, weil zwar nur knapp 30% der Menschen den fortgesetzten Betrug der Mächtigen durchschaut haben, aber dies fast 100% der aktiv politisch interessierten Personen ausmacht.

Um diese These zu verstehen, dass das Parteiensystem nicht die Lösung, sondern das Problem ist, muss man sich nur die Wahlversprechen und die tatsächliche Handlung der Parteien in den letzten 3 Jahren anschauen. Man Kann es noch einfacher machen und sich die verbindlichen Aussagen des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn oder von Christian Linder oder der Regierung, in Bezug auf Impfpflicht ins Gedächtnis rufen oder als krassestes Beispiel das unglaubliche Verhalten der sogenannten Umwelt – und Friedenspartei „die Grünen“, die nun maßgeblich daran schuld sind, wenn die Welt in den dritten Weltkrieg ziehen muss. Die „Atomkraft nein danke“ Partei und Umweltschützer, die Jahrhunderte alte Wälder abholzt für Windräder und Waffen in großen Margen für eine faschistische Regierung in der Ukraine einfordert. Parteien sollten, stellvertretend für die Bürger, die verschiedenen und berechtigten Meinungen der Bürger, in einer Gesprächsrunde (Bundestag) repräsentieren. Was nützt es also, wenn Parteien und Politiker sich nicht an ihre eigenen Wahlversprechen halten. Schließlich haben sie ihre Position nur bekommen, weil die Wähler ihre Wahlversprechen für verbindliche Zusagen gehalten haben. Wo liegt der Sinn, wenn sie nicht den tatsächlichen Willen des Volkes wiedergeben. Warum hat der Bürger nach der Wahl nur noch ein theoretisches Mitspracherecht ohne echte Einflussmöglichkeit. Warum können regierende Parteien andere

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demokratische Parteien einfach verbieten, überwachen lassen oder diskreditieren. Warum hat nicht jeder das Recht im Bundestag an einer Aussprache aktiv als Redner teilzunehmen oder Fragen zu stellen. Wenn die Macht vom Volk ausgeht, wie können dann Politiker entscheiden, sollte dies nicht das Volk selbst übernehmen? Ich selbst habe 2020 zwei Parteien mitbegründet und wieder verlassen, weil ich beobachten konnte, wie schnell und professionell, diese von Störern unterwandert wurden, die es in Rekordzeit in die erste Riege der Partei geschafft haben. Damit meine ich nicht wunderbare Menschen wie Victoria Hamm, Ralf Ludwig, Eva Rosen oder Sandra Wesolek. All diese wertvollen Menschen wollten tatsächlich etwas bewegen und verändern. Ich spare mir jetzt die Aufzählung der Egoisten und der gesteuerten Oppositionellen, die sich schnell das Vertrauen der anderen erschlichen haben, aber nur im Sinn hatten, alles zu zerstören. Parteien werden niemals den Willen des Volkes repräsentieren können, denn in dem Moment, in dem sie eine bedeutende Rolle bekommen, werden aus Ihnen, wie auf magische Art, andere Wesen, die durch den Hauch von Macht infiziert und zerstört werden. In diesem Moment zählt nicht mehr die Idee, sondern die Position, das Ansehen und die Angst, diesen Posten wieder zu verlieren. Viele haben mich tief enttäuscht und meine Schwäche ausgenutzt, dass ich Menschen für gut halte und Ihnen vertraue. Ich bin als Person oft zu leichtgläubig. Ich kann mir nicht vorstellen, wie hinterlistige viele Menschen sind. In dem Moment in dem ein Politiker gewählt wurde ändert sich sein Leben, sein Wesen und sein Charakter in vielen Fällen. Wohlstand, Luxus, Freiflüge, Fahrdienste, Fernsehauftritte ein hohes Einkommen und das Gefühl hofiert zu werden, verdirbt den Charakter. Geld verdirbt den Charakter hieß es immer und wahrscheinlich ist etwas dran.

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Warum werden Politiker nicht per Zufallsprinzip ausgewählt aus allen Altersgruppen und Schichten für einen definierten Zeitraum, um dann ihren Dienst abzuleisten, wie ein Wehrdienst, verpflichtend für das Volk, für einen beschränkten Zeitraum und ohne deutliche Sonderrechte?

Wer aktiv an der Politik teilnehmen möchte, kann sich registrieren lassen und wird dann am Auswahlverfahren immer beteiligt. Die Kandidaten werden nachvollziehbar in eine Liste gesetzt und mit einer Nummer versehen und am Wahltag wird dann statt Lottozahlen die zukünftige Regierung gezogen. Wäre bestimmt ein echter Quotenschlager. Keine Einflussnahme von Industrie oder Großkapital möglich. Und garantiert nicht mehr abhängig von Politikschaukämpfen in den Medien und Werbeplakaten. Einzelne Posten, wie Repräsentanten des Staates, als Stellvertreter im Ausland, werden in einem Konsensusverfahren gewählt. Diese müssen genau wie Botschafter die Meinung des Volkes vertreten. Das ließe sich mit der heutigen Technik einfach realisieren.

Mit welchem Recht werden für Politiker Straßen blockiert, damit sie ungehindert ihren Zielort erreichen, wo es doch eigentlich ihre Aufgabe wäre, dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht zu Staus kommt. Wäre es nicht besser die Infrastruktur in den Städten durch Nahverkehr so attraktiv zu machen, dass man gerne das Auto stehen lässt? Nehmen wir doch einmal Berlin, London oder München als Vorbilder oder Paris. Die U-Bahn ist wesentlich schneller und effektiver darin, den Bürger durch die Stadt zu bringen. Würde man die Infrastruktur fördern, würden automatisch weniger Menschen ein eigenes Auto benötigen und benutzen. Die Verschwendung von Rohstoffen und der ständig zunehmende Müll ist tatsächlich ein Problem, dass von den Autoren des Great Reset richtig erkannt wurde. Gemeinsames Carsharing kostenfrei für jeden war sicher eine gute Idee. Damit könnte auch mehr auf

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Sicherheit der Fahrzeuge geachtet werden, durch von der Bürgergemeinschaft bezahlte Wartung und Reparatur. Politiker, die sich, wie aktuell Nancy Faeser, erdreisten, das Demonstrationsrecht prophylaktisch einzuschränken, da die Regierung weiß, dass das Volk die kommenden Entscheidungen der Regierung kritisieren wird, spricht für sich.

Wie kann eine Regierung etwas entscheiden, was die Mehrheit der politisch Interessierten ablehnt. Wenn sie doch dazu angestellt und ausgewählt wurden die Bürger zu repräsentieren. Doch wie bekomme ich heraus, was die politisch interessierten in der Bevölkerung wirklich wollen. Gute Lösungsansätze sind hier Softwarelösungen wie: Mentimeter oder andere Konsensuale Systeme, die wir bereits zur Verfügung haben. Viele kluge Köpfe in unserer Demokratiebewegung haben bereits die erforderlichen Werkzeuge zur Verfügung gestellt.

Warum spreche ich hier immer vom politisch interessierten Teil der Bevölkerung und nicht von allen Menschen?

Die Antwort ist denkbar einfach. Um weitreichende Entscheidungen zu treffen, ist es erforderlich sich mit den verschiedenen Lösungsansätzen selbst auseinanderzusetzen. Leider sind ca. 70% der Menschen nicht bereit, selbst an Lösungen zu arbeiten oder sich zu engagieren. Sie konsumieren nur und wollen in einer Herde leben, in der sie gelenkt werden. Aktuell wird die Menschheit aber nicht von 30 % der Menschen regiert, sondern von geradezu mal einem Prozent. Wenn man die Erfüllungsgehilfen in den Medien, der Polizei und den Gerichten dazu nimmt, unterdrücken 5% der Menschen die restlichen 95%. Aus dieser Perspektive betrachtet, wäre eine Beteiligung von 30% der Menschen an der Politik ein Fortschritt. Mit der Zeit würde der einzelne erkennen, dass auch er selbst an den Entscheidungen Teil haben kann und seine

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Meinung gehört wird. Dadurch käme es zu einem breiteren Politikbewußtsein und die 30% würden kontinuierlich mehr werden und irgendwann wäre jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten Politiker und Bürger zugleich. Selbstverständlich ist dies kein Prozess von Tagen, Monaten oder Jahren, sondern eher von Jahrzehnten oder vielleicht Jahrhunderten. Das schöne wäre, dass das Ohnmachtsgefühl von Tag zu Tag zurückgehen würde und jeden Tag würde sich ein weiterer Mensch damit beschäftigen, wie er sich eine gerechte, schöne und sichere Welt vorstellt. Es ist eine Vision von einer Welt, in der jede Meinung zählt. Ich bin genauso wie zu den Gründungstagen von Widerstand2020 und Wir 2020 davon überzeugt, dass wir gemeinsam mehr erreichen und dass die Schwarmintelligenz der Weg der Zukunft ist. Wir haben versucht die Abkürzung zu nehmen, was aber nicht funktioniert hat. Auf der anderen Seite bin ich davon überzeugt, dass die zu Grunde liegende Idee und der Weg der Einzige ist, der allen Menschen auf diesem Planeten eine gemeinsame und gerechte Zukunft ermöglicht.

Ein anderes Thema ist, dass Kulturen sich nicht bewusst gesteuert vermischen sollten. Denn eine Vielfalt der Kulturen und Staaten ist das, was unsere Welt ausmacht. Nicht umsonst haben sich verschiedene Volksgruppen entwickelt, die mit einem ganz anderen Blick in die Welt und Ihre Schöpfung blicken und mit Ihr zusammenleben. Wenn wir die einzelnen Urvölker vermischen, verlieren wir die Vielfalt der Meinungen, die wir dringend brauchen. Das gilt im Besonderen für das Schulsystem (Siehe auch dieses Kapitel). Es sollten nicht alle Menschen das gleiche auswendig lernen, sondern dass, was sie in ihrem Teil der Erde besonders Macht als Stärke behalten und die eigene Kultur nicht verlieren. Nur wenn das möglich ist, können wir auch in Zukunft voneinander lernen.

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Ich bin dem Umstand, dass ich aktuell als Gast in einem ganz anderen System und Land leben darf (Tansania) sehr dankbar und glücklich. Der Wechsel als Gast in einer andere Kultur, hat meinen persönlichen Horizont stark erweitert und mich bereichert. Ich freue mich, dass dieses Land seine Kultur in vielen Fällen noch erhalten hat und lebt, so dass ich von Ihnen lernen kann.

Kleines Beispiel: Tansanianer verstehen nicht, dass Deutsche nicht sagen können zu welchem Stamm sie gehören.

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