Kapitel 038

DIE ZEHN GEBOTE

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 169–175
LesenBuch kaufen ↗
Seite 169

Im Gegensatz zum Grundgesetz, werde ich nicht anfangen, die zehn Gebote zu verbessern, sondern ich werde versuchen zum Ausdruck zu bringen, was sie für mich bedeuten und für was sie für mich stehen. Sie sind eine außerordentlich weitgreifende Grundregeln für das Zusammenleben und wer sich an sie hält, wird wenig Ärger auf sich ziehen oder auf andere. Es ist erstaunlich wie viel Weisheit und Weitblick in diesen 10 kurzen Regeln liegen. Sie sind universell und man kann sie überall auf der Welt anwenden und wieder finden. Sie verbinden die Religionen miteinander, denn auch nicht Christen, erkennen diese Regeln des ethischen Zusammenlebens an. Eine Abweichung von diesen Säulen der Menschlichkeit und des Zusammenlebens ist das, was Satanismus ausmacht. Lustig ist, dass es von diesem so wichtigen Grundsatz mehrere Versionen gibt und sogar im Buch Mose zwei verschiedene Versionen der zehn Gebote existieren. Jetzt mal ganz abgesehen von den Übersetzungen. Auch die Reihenfolge und Durchnummerierung unterscheiden sich gewaltig. Ich habe jetzt mal die Version gewählt wie sie in der katholischen und Lutherischen Kirche gebräuchlich ist. Selbst der Wortlaut und die Auslegungen unterscheiden sich gewaltig. Die Gebote Neun und Zehn sind auch nur in der katholischen und lutherischen Kirche getrennt, während viele Glaubensgemeinschaft aus dem ernsten Gebot bis zu drei Gebote ableiten: (Selbstvorstellung Gottes, Fremdgötterverbot und Bilderverbot)

Mein Hinweis Für alle, die die Bibel wörtlich nehmen: „Muss an mal drüber nachdenken“ Für mich einer der lesenswertesten Artikel, die ich bisher in Wikipedia gefunden habe.

Seite 170

https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote Erstaunlich ist auch die Entstehung der Tafeln, die nicht einheitlich ist. Es ist erstaunlich, dass der Schöpfer des Himmels und der Erde die Steintafeln erschafft, mit ewigen Gesetzen und diese mit dem göttlichen Finger schreibt, Mose diese aber problemlos zerschmettert und dann neue Versionen (Abschriften) erschaffen muss. Sollte man nicht von ewigen Gesetzen eine stabilere Ausführung erwarten?, finde ich komisch.

Das erste GebotIch bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst Dir kein Gottesbild machen.

Ich habe im Kapitel Religion bereits darauf hingewiesen, dass ich es für Legitim halte Gott in der für jeden entsprechenden Weise anzusprechen: Als Vater im Himmel, Gott, Jehova, Jahwe, Manitou oder Allah, Universum, Energie, Leben, Liebe und so weiter. Es geht darum anzuerkennen, dass es eine höherer Macht gibt, die uns Schützt, lenkt und behütet. Vielleicht passt dazu ganz gut, dass Gott fordert, dass man sich kein Bild von ihm machen soll, man könnte es so interpretieren, dass er in verschiedenen Formen auftritt und nicht in eine Form gepresst werden will Das zweite GebotDu sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen. Es gibt keine heiligen Kriege und Gott kämpft nicht auf einer Seite gegen seine Kinder, die er auf beiden Seiten gleich lieb hat. Das dritte GebotDu sollst den Feiertag heiligen. Es ist wichtig an bestimmten Tagen den Alltag ruhen zu lassen und der Schöpfung zu danken, um sich wieder darauf zu besinnen, dass wir alle nur kleine Rädchen in Gottes Uhrwerk sind.

Seite 171

Das vierte GebotDu sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Die Eltern werden immer für Ihre Kinder da sein. Umgekehrt sollte das auch nicht vergessen werden. Gerade im Alter und bei Krankheit, sind es die Kinder, die sich um die Eltern kümmern sollten, also anders als dies in den Industriestaaten ist, wenn man die unbequemen, mühsamen Alten auch gerne mal in ein kleines Zimmer im Altersheim steckt, statt sich daran zu erinnern, wie oft sie einen im Arm gehalten haben, getröstet haben oder die Windel gewechselt. Wenn wir dieses Bewusstsein wieder finden, lernen wir den Wert der Familie wieder zu schätzen und leben wieder Zusammen Das fünfte GebotDu sollst nicht töten. Wie kann es Mord, Totschlag, Armeen oder Kriege geben, wenn wir uns an dieses Gebot halten würde? Das sechste GebotDu sollst nicht ehebrechen. Wie viele Beziehungen und Ehen sind daran zerbrochen, dass man dieses Gebot nicht als heilig gesehen hat. Die Ehe sollte wieder eine besondere Rolle spielen und in der Regel wieder eine Entscheidung für das ganze Leben sein. Man sollte sie reiflich überlegen und erst eingehen, wenn man sich wirklich sicher ist. Machen wir es uns nicht viel zu leicht dieses Lebensversprechen zu brechen? Das siebte GebotDu sollst nicht stehlen. Das sollte aber nicht nur für Menschen, sondern auch für das Zusammenleben dienen. Die vielen Steuern, die erfunden wurden, sind in Wirklichkeit Diebstahl, denn die meisten sind nicht durch eine Leistung gerechtfertigt. Es besteht kein Einverständnis, dass dieses Geld einem vom Lohn oder Gehalt weggenommen wird. Das achte GebotDu sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Für alle Opfer der Coronadiktatur eines der wichtigsten Gebote, Viele von uns wurden „geframt“. Man hat uns als Covidioten, Schwurbler,

Seite 172

Aluhutträger und Nazis verunglimpft, obwohl wir mehr Wahrheit verbreitet haben, als die Politiker und die Medien Das neunte GebotDu sollst nicht begehren deines Nächsten Haus Das zehnte GebotDu sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Das Neunte und zehnte Gebot, kann man getrost als eines zusammenfassen. Für eine friedliche Welt ist es erforderlich, wieder zu lernen, andere zu respektieren und nicht mit Neid auf andere zu schielen. Der Neid führt immer dazu, dass man sich selbst ungerecht behandelt und benachteiligt fühlt, während man Wut auf den empfindet, der etwas hat, was er nach der eigenen Meinung nicht verdient. Auch im Koran finden sich die 10 Gebote in abgewandelter Form: Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote_(Koran) Liest man den Koran nach seiner heutigen Anordnung, so erscheint die erste Version der Zehn Gebote gegen Ende der 6. Sure. Es handelt sich um eine spätmekkanische Passage, die vermutlich im letzten Jahr vor der Auswanderung nach Medina „herabgesandt“ worden bzw. entstanden ist. Anders als 17:23- 39 richtet sie sich nicht länger nur an die Gemeinde Muḥammads, sondern an alle Menschen in Mekka und ihrer Umgebung, wie der Prolog in 6:151 sowie der Gesamtkontext der 6. Sure nahelegen. Die Verse 6:151-153 lauten wie folgt: [6:151] Sprich: Kommt her, ich will euch verlesen, was euer Herr euch (wirklich) verboten hat: 1 Ihr sollt Ihm nichts beigesellen, 2 Und den Eltern Güte (erweisen). 3 Tötet nicht eure Kinder aufgrund von Verarmung, (denn) Wir versorgen (sowohl) euch als auch sie.

Seite 173

Ein bemerkenswerter Hinweis, wie ich finde, den ich hervorheben aber nicht kommentieren möchte 4 Nähert euch nicht den Schändlichkeiten, (ganz gleich,) was von ihnen offen und was verborgen ist. 5 Tötet nicht das Menschenleben, das Gott für unantastbar erklärt hat, es sei denn bei vorliegender Berechtigung. Dies hat Er euch aufgetragen, auf dass ihr verständig werdet. 6 Und nähert euch nicht dem Vermögen des Waisenkindes, es sei denn auf die beste Art, bis es seine Vollkraft erreicht hat. Ein weiterer Hinweis darauf, dass hier Waisenkinder geschützt werden sollen, bzw. ihr Besitz gewahrt werden soll 7 Gebt volles Maß und Gewicht nach Gerechtigkeit. Wir fordern von den Menschen nur das, was sie vermögen. 8 Und wenn ihr aussagt, dann seid gerecht, auch wenn es um einen Verwandten geht. 9 Erfüllt den Bund Gottes. Dies hat Er euch aufgetragen, auf dass ihr es bedenket. (Und Er hat euch geboten:) Dies ist Mein Weg, er ist gerade, 10 Also folgt ihm und folgt nicht den (verschiedenen) Wegen, sonst führen sie euch in verschiedene Richtungen von Seinem Weg fort. Dies hat Er euch aufgetragen, auf dass ihr gottesfürchtig werdet.

Aber es finden sich auch andere Zusammenstellungen:

Quelle: https://www.orientierung-m.de/wp-content/uploads/2020/03/10-Gebote-Bibel-Koran_Liste.jpg

Seite 174
Abbildung aus dem Buch, Originalseite 174
Originalseite 174 · Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Zum Kapitelanfang ↑