SELBSTBESTIMMUNG
Was ist ein Selbstbestimmtes Leben? Die Frage sollte eher sein: warum man sich diese Frage überhaupt stellen muss. Wie kann ein Leben denn Fremdbestimmt sein, warum lassen wir das zu, wenn wir doch als Individuen auf die Welt gekommen sind. Okay, als Kind braucht man eine Zeitlang eine Führung und auch Fremdbestimmung, bis man gelernt hat, worauf man achten muss, um sich nicht zu verletzen und nicht die falschen Sachen zu essen, aber danach gehört einem dieses Leben, was einem von Gott geschenkt wurde, doch eigentlich selbst. Ich habe mir diese Frage nie gestellt, in den letzten mehr als 50 Jahren meines Lebens, gab es nie die Situation, dass der Staat versucht hat, mich zu medizinischen Maßnahmen zu zwingen, die für mich nicht nachvollziehbar oder sinnvoll waren. Die Frage ist: Wie kann es sein, dass insbesondere ein Arzt, also ein Gesundheitsprofi, von Nicht Medizinern, zu einer invasiven Behandlung gezwungen werden soll? Wie kann es sein, dass der Staat sich in die persönlichen Freiheiten, in die Grundrechte und in die körperliche Unversehrtheit einmischt? Wie ist es möglich, dass man gezwungen wird eine Maske zu tragen, von der man weiß, dass sie nicht nutzt, sondern schadet. Denken wir doch einmal zurück an die Aids bzw. richtiger HIV– Panik der Achtziger (Unabhängig davon, ob es diese Erkrankung in der vorgegebenen Definition überhaupt gibt – was ich mittlerweile aus wissenschaftlicher Sicht bezweifle):
Man hat die Menschen darüber aufgeklärt, wie man sich die Übertragungswege vorstellt, hat Risikofaktoren genannt, aber dann konnten die Menschen eigenverantwortlich handeln.
Niemand wurde gezwungen Kondome zu tragen. Schon gar nicht wenn man keinen Sex hatte. Auch nicht prophylaktisch während des ganzen Tages. Man musste auch nicht im Ganzkörper-Latexanzug rumlaufen und dazu noch eine Gasmaske tragen. Denken wir mal an Rinderwahnsinn: (Auch so eine Horror-Geschichte) Auch hier wurde über mögliche Übertragungswege diskutiert, aber die Menschen durften selbst entscheiden, ob Sie jetzt Rindfleisch, Hirn oder Markklößchen konsumieren oder lieber auf andere Produkte ausweichen, auch das wurde nicht vorgeschrieben.
Warum sollte der Staat das Recht haben, volljährigen, autonomen Menschen, Vorschriften zu machen, wie sie sich zu verhalten oder zu schützen haben, wenn es doch seit Jahrtausenden ohne diese Regeln besser geklappt hat, als in allen Situationen, in denen der Staat gemeint hat, regulieren zu müssen Wo fängt das an, wo hört es auf? Wenn ich dem Staat irgendwelche Rechte einräume, wo fangen diese an und wo hören diese auf? Es sollte eine absolute, unumstößliche Grenze geben: Solange ein Mensch alt genug ist oder mental in der Lage ist, sich selbst zu versorgen oder zeitlich, örtlich und zur Person orientiert ist, ist er auch in der Lage über seinen Körper zu bestimmen. Es darf niemals möglich sein, diese Person, gegen ihren Willen, zu behandeln. Das gilt insbesondere für invasive Maßnahmen. Von dieser Regel darf es nur dann Ausnahmen geben, wenn diese Person sich selbst gefährdet und die Folgen nicht absehen kann, dies ist immer eine Einzelfallentscheidung. Sobald man dies einer Volksgruppe (z.B. Querdenkern) unterstellt, ist dieser Voraussetzung nicht mehr gegeben. Damit meine ich ausdrücklich nicht die Infektionskrankheit selbst, sondern Operationen, Medikamente oder Injektionen.
Leben und der freie Wille sind unbedingt als höchste Formen der Selbstbestimmung zu respektieren.
Es gibt hier nur die Einschränkung, dass es Situationen gibt, in denen man Menschen vor sich selbst schützen muss, wobei dies in aller Regel dann durch Medikamente, Drogen oder Alkohol verursacht wird. Dann ist es nicht mehr der freie Wille, der bestimmend ist, sondern das Gehirn durch eine Gifteinwirkung. Ich glaube, die genannten Einschränkungen sind eine gute Orientierungshilfe und waren für mich in meiner Zeit als Rettungsdienstmitarbeiter (Ärztlich und Nicht-Ärztlich), immer die Richtlinie, an der ich mich in Grenzfragen orientiert habe. Natürlich haben Menschen das Recht, eine medizinische Maßnahme, zu verweigern, wenn sie die Folgen der Nichtbehandlung selbst abschätzen können, selbst wenn sie damit in Kauf nehmen, zu sterben. Im Beispiel des Rettungsdienstes, mussten sie dies in Form einer Mitfahrtverweigerung, einfach unterschreiben und das Recht auf Selbstbestimmung, wurde genauso geschützt, wie die, damit nicht mehr zum Ansatz bringbare, unterlassene Hilfeleistung des Rettungsdienstpersonals. Wenn der Mensch nicht in der Lage ist, die Tragweite der Entscheidung zu begreifen, merkt man dies in der Regel sehr schnell, wenn man die richtigen Worte findet. Beispiel: „Ich vermute Sie haben einen Herzinfarkt, der lässt sich in der Regel im Krankenhaus gut behandeln. Wenn Sie zu Hause bleiben, ist das Risiko daran zu sterben größer, als wenn sie mitfahren. Hier besteht ein kritisches Zeitfenster: Man sollte die Behandlung so früh wie möglich beginnen. Haben Sie das verstanden oder noch Fragen? Dann würde ich Sie bitten, mir den Schwerhält noch einmal zu wiederholen, damit ich sicher bin, dass Sie wissen, worüber ich gesprochen habe.
Gerne beantworte ich Ihnen weitere Fragen dazu“ Wenn sich der Patient, nach dieser Aufklärung, gegen eine Hilfe entscheidet, steht es mir nicht zu, ihn zu zwingen oder gegen seinen Willen zu handeln. Wenn er die Verweigerung nicht unterschreibt, kann ich das auch in meinen Unterlagen dokumentieren und bin rechtlich geschützt.
Hat der Staat ein Recht, darauf einzuwirken oder mitzubestimmen Wie konnte der Mensch es schaffen sich aus der Steinzeit heraus bis zum heutigen Tag zu entwickeln. Die längste Zeit in unserer Geschichte gab es keine Regierungen. Eigentlich ist dies, eine der unrühmlichen Entwicklungen aus Europa. und Ägypten. Die meisten Kulturen dieser Welt kamen ohne irgendwelche Staatsformen aus. Ging oder geht es Ihnen ohne staatliche Bevormundung besser oder schlechter? Die Regeln waren einfach: die Menschen haben sich als Gemeinschaft verstanden, die voneinander abhängig ist. In Tansania gibt es bekannte Kunstwerke, die von Bantu-Schnitzern erstellt werden: Comunity – Trees oder Gemeinschaftsbäume. Jeder ist ein Teil der Gesellschaft, der Jäger, der Sammler, der Schneider, Werkzeugmacher, Bäcker usw. Jeder hat jedem geholfen, denn sie waren eine große Familie. Wenn jemand nicht mitgemacht hat und sich asozial verhalten hat, dann wurde er aus der Gemeinschaft ausgestoßen und hat dadurch gelernt. Vielleicht ist er zurückgekommen, vielleicht eine eigene Gruppe gegründet. Aber niemand hat hier einen Staat gebraucht. Die Frage ist doch eher, brauchen wir diese Staatsformen wirklich, würden wir vielleicht besser beraten sein, wenn aus Dörfern und Städten wieder kleine Gemeinschaften würden, nur diesmal ohne Rathaus, Ortsvorsteher und Bürgermeister und statt dessen mit einem Bürgerrat, bei dem jeder zu
Wort kommt, der es wünscht und der regelmäßig z.B. in der Gemeinschaftshalle stattfindet. Z.B. einmal pro Monat? Würden hier nicht die dringendsten Bedürfnisse am schnellsten eine Lösung finden, ohne Anträge, Formulare und lange Ausschreibungen und Laufzeiten von Legislaturperioden? Ich würde mir wünschen, wir würden die Kraft des Einfachen begreifen. Die komplizierten Prozesse, die wir entwickelt haben, haben kürzer gehalten als die Gesellschaftsmodelle der Ureinwohner der verschiedenen Länder, die auch weniger Leid verursacht haben für die Gemeinschaft.