WAS PASSIERT MIT GROßKONZERNEN?
Ich nehme die Lösung vorweg: In der Regel sind diese nicht von einer Person geführt, sondern längst ein eigenständiger Organismus geworden. Das ist auch gut so und sollte, nach einer Abspeckung der obersten Gehälter, genauso weitergeführt werden. Die bisherigen Spitzenverdiener werden Normalverdiener und wenn sie ihre Tätigkeit gerne machen, dann werden sie auch diese weiter ausführen. Sonst findet sich jemand anders. Viel wichtiger als die Führung sind in der ersten Zeit die Räder, die das Getriebe am Laufen halten. Eine Firma wie Mercedes Benz kann eine lange Zeit ohne Management weiter existieren. Wenn Einkauf, Verkauf und Produktion weiter bestehen. Ein neues Management welches mehr am Betrieb als am Einkommen interessiert ist wird sich schnell finden. Ich glaube sogar die alten „Leiter“ werden bleiben, wenn sie keine Abfindung bekommen und ihre Position woanders auch nicht erreichen können. Die Betriebe laufen einfach weiter, haben nur wenige Steuern zu erbringen, dadurch werden die Produkte auch billiger und der Gewinn wird wie erwähnt genutzt für Infrastruktur des Landes. Bei großen Überschüssen bekommen alle (ich meinen wirklich alle – von der Wiege bis zur Bahre) eine Ausschüttung. Warum sollte man Großkonzerne zerschlagen? Man kann sie nutzen – Von Monopolstellungen wie Amazon abgesehen- Zum Wohl für alle anstatt nur für Aktionäre, Management und Vorstände. Es würde auch die Ruhestandsoasen der ausgeschiedenen Politiker austrocknen. Denn die meisten von Ihnen „arbeiten“, nach Ihrem Verrat am Volk den sie gerne als Mandat bezeichnen, in einem Vorstand eines Aktienunternehmens weiter und erhalten dort für langjährige, treue Dienste an der Lobbyfront eine nette Zusatzrente, zusätzlich zu den Staatspensionen.
Eine sehr provokante und seit Jahrzehnten offen publizierte Vorgehensweise. Es hat mich immer gewundert, dass sich niemand darüber wundert, dass wenn ein Parteivorsitzender ausscheidet, es am nächsten Tag heißt, dass er jetzt einen Posten im Vorstand der Mustermann AG bekleiden wird. Sind Politiker tatsächlich so versierte und kompetente Geschäftsleute, dass Ihr Wissen unbedingt in einem Unternehmen benötigt wird? Spätestens seit der Legislaturperiode 2021 dürften hier dem einen oder anderen fundierte Zweifel kommen. Frau Baerbock hat sicher schon einen Vorstandposten bei den „Kobold“-Werken in Aussicht gestellt bekommen. Wer jetzt glaubt, das sei ein Schreibfehler, sollte Frau Baerbock zu dem „Thema Kobold“ befragen, sie besitzt dort eine überdurchschnittliche Erfahrung.
Es wäre dumm, die Großkonzerne weiter machen zu lassen wie bisher, denn ihre marktbeherrschende Stellung wurde immer maßlos ausgenutzt. Es wäre genauso falsch die meisten Betriebe zu zerschlagen, denn wozu sollte man das Rad zweimal erfinden. Wichtig wäre nur aus einem unethischen Betrieb, ein ethisches Unternehmen zu machen. Siehe auch das Kapitel über die Banken.