Kapitel 074

QUERDENKER

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 372–374
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Ich bin ein Querdenker, ich habe den Begriff unbewusst mit aus der

Taufe gehoben und war begeistert als Michael Ballweg diesen als

Namen für seine Organisation übernommen hat.

Ich habe eine kleine Aluminiumkugel am Band als

„Querdenkerbommel“ bezeichnet und sie hat es nach kurzer Zeit

geschafft, dass sie als Zeichen einer politischen Richtung von der

Polizei „gesucht“ wurde.

Die Menschen waren stolz, sich als Querdenker zu bezeichnen und zu

fühlen. Irgendwann begannen die Medien Jagd auf Menschen zu

machen, die sich selbst als Querdenker bezeichnet haben und leider

haben viele ihre eigene Überzeugung verraten, indem sie versucht

haben, immer neue Begriffe, für das zu erfinden, was sie sind, damit

man sie ja nicht als Querdenker bezeichnet. Denn Querdenker sind

nicht Anschlussfähig. Das waren sie aber und vor 2020 wurden mit

dieser Bezeichnung Personen wie Kopernikus, Jesus, Mahatma Ghandi,

Galileo Galilei, Albert Einstein und andere benannt.

Die Bewegung hatte das Potential, dass die Pläne eines faschistoiden,

Gesundheits-Überwachungsstaates scheitern könnten und man

begann Jagd auf Querdenker zu machen, sie als Schädlinge, Terroristen

und Rechtsradikale zu bezeichnen.

Auch hier funktionierten, die seit Jahren bewährten Methoden sehr

gut und die Menschen versuchten nicht als Querdenker erkannt zu

werden, sondern suchten sich andere Organisationen, Begriffe und

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Parteien aus, um dem gleichen Ziel zu folgen. Nur zersplittert. Teile

und Herrsche hat wieder einmal funktioniert.

„Querdenker“ wurden zu einer Volksgruppe, wie „Ungeimpfte“ und

„Coronaleugner“ umtituliert und man betrieb staatliche inszenierte

Volksverhetzung, gegen die die weiter zu ihrer Meinung standen.

Führende Figuren wurden durch V-Leute in der eigenen Bewegung

instrumentalisiert und vorgeführt und die Bewegung zerschlagen.

Was haben verfolgte Religionen und Volksgruppen in anderen Zeiten

gemacht?

Christen

Moslems

Juden

Sinti

Roma

Haben sie Ihren Glauben und ihre Volksgruppe verraten, um wieder

anschlussfähig zu sein?

Nein, Sie haben zu sich und ihrer Überzeugung und ihrem Glauben

gestanden und sind dafür sogar in den Tod gegangen.

Ich denke, jeder der Querdenken verraten hat, hat auch ein Stück von

sich selbst verraten. Es war absehbar, dass der Staat auf diese größer

werdende Bewegung reagieren muss. Leider haben wir selbst nicht so

für unsere Überzeugung gekämpft, wie die ganzen Auswanderer, die

am Ende z.B. Amerika gegründet haben. Es waren verfolgte

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Minderheiten, die größtenteils wegen ihres Glaubens ihre Heimat

verlassen haben.

Eines haben sie nie: Ihre Überzeugung verraten und geleugnet.

Ein Jude blieb ein Jude, Ein Christ ein Christ, ein Moslem ein Moslem,

ein Sinti ein Sinti und ein Roma ein Roma. Sie haben nicht sich und Ihre

Überzeugung verraten, aus Angst um das eigene Ansehen. Sie sind

sich, ihrer Überzeugung, ihrem Glauben und ihrer Abstammung treu

geblieben.

Für mich hat es etwas von der Geschichte, als nach der Verhaftung von

Jesus, im Garten Gethsemane, sein Jünger Petrus, seinen Herren Jesus

Christus noch vor dem Hahnenschrei dreimal verraten hat.

Ich bin und bleibe ein Querdenker und ich bleibe ein Christ. Ich werde

meine Ideale nicht verraten. Ich werde weiter für das einstehen, was

ich glaube und für das, von dem ich überzeugt bin.

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