Kapitel 020

FIAT GELDSYSTEM

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 108–113
LesenBuch kaufen ↗
Seite 108

Werfen wir als erstes einen Blick auf die Definition des Fiat-Geldsystems in Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld)

Fiatgeld (auch englisch Fiat money, aus dem lateinischen Wort fiat („Es geschehe! Es werde!“)) ist ein Wirtschaftsobjekt ohne inneren Wert, das als Tauschmittel dient. Das Gegenteil von Fiatgeld ist Warengeld, als das z. B. Tabak, Reis, Gold oder Silber dient, das neben dem äußeren Tauschwert auch einen inneren Wert hat, der unabhängig von Regierungserlassen ist, solange damit bezahlt werden darf. Kein heutiges Währungssystem legt den Wert der Geld-Einheit durch eine Menge eines materiellen Wirtschaftsgutes (einer Ware) fest. Stattdessen wird der Wert über die Macht der Regierung gesichert, die Währung als gesetzliches Zahlungsmittel vorzuschreiben. Durch eine gesetzliche Festlegung als Zahlungsmittel in einer Währungsverfassung alleine erlangt es aber nicht zwangsläufig die Eigenschaften von Geld, sondern erst durch die allgemeine Akzeptanz von Handelspartnern (Zahlern, Beziehern), auch hinsichtlich Wert und Kurs der Währung. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass Wikipedia mitnichten ein objektives Informationsportal ist, auch wenn es diesen Eindruck erweckt. Sobald eine Meinung oder eine Person den Interessen von Regierungen oder NGO’s oder Hochfinanz entgegenläuft, werden die Inhalte gelöscht oder verändert. Leider wurden die Versprechen einer freien, verlässlichen Wissensbibliothek in vielen Punkten längst verlassen. Wenn andere Positionen zum, Beispiel im Hinblick auf pharmakologische Therapie von Viruserkrankungen kontrovers diskutiert werden, so werden alle Beiträge, die nicht dem öffentlichen Narrativ entsprechen gelöscht. Auch Wikipedia braucht dringend mehr Neutralität und

Seite 109

Schwarmintelligenz um zu einem besseren Lexikon zu werden, als es dies aktuell ist. Ich selbst habe die Plattform regelmäßig mit Geldspenden unterstützt, weil ich davon überzeugt war, es wäre eine zuverlässige Datenquelle. Manchmal bekommt man einen interessanten Einblick, wenn man selbst auf einmal in der Datenbank aufgeführt wird und sich dort nicht wiedererkennt oder wenn es nicht möglich ist eine neue Partei dort als Informationsquelle zu hinterlegen. Wikipedia & Konsorten bespreche ich an anderer Stelle des Buches getrennt.

Doch zurück zum Fiat – Geld. Nehmen wir uns die Definition doch einmal Abschnitt für Abschnitt vor um über die Sinnhaftigkeit ein wenig zu philosophieren. Fiatgeld (auch englisch Fiat money, aus dem lateinischen Wort fiat („Es geschehe! Es werde!“)) ist ein Wirtschaftsobjekt ohne inneren Wert, das als Tauschmittel dient.

Es gibt also eine höhere Macht, die, wie in der Bibel, etwas aus dem Nichts erschafft. Im Fall von Fiat Geld ist dies noch nicht einmal die Regierung, sondern ein Geldinstitut (Bank). Wenn jemand ein Haus bauen möchte und einen Kredit benötigt, dann drückt ein Mitarbeiter der Bank vereinfacht gesagt auf einen Knopf und erschafft eine beliebige Summe Geld, die dem Umlaufvermögen hinzugefügt wird. Also sagen wir einmal, wir bekommen 2 Millionen Euro und bezahlen diese an ein Bauunternehmen, welches uns selbst über einen Strohmann gehört und bauen in Wirklichkeit kein Haus. Dieses virtuelle Geld wandeln wir direkt in Rohstoffe wie Gold um und hinterlegen diese in einem Tresor eines anderen Landes, mit dem es keine Wirtschaftsabsprachen gibt, weil es nicht in der EU ist. (Z.B. England) Dann kann ich das Geld nicht zurückzahlen, die Scheinfirma verschwindet und ich selbst gehe in Privatinsolvenz. In England oder

Seite 110

Frankreich bin ich dann nach ca. 3 Jahren Schuldenfrei (Wohnsitz vor der Insolvenz mal schnell verlegt). Damit wurden 2 Millionen erschaffen. Der Gegenwert, das Haus, hat nie existiert. Und das gekaufte Gold wird irgendwann einen schönen Lebensabend garantieren. Ich kann sogar zur Bank gehen und das nächste Geld erschaffen lassen. Es geht sogar noch besser: Ich benutze das Gold als Sicherheit und gründe eine Bank, die dann einen Sicherungsschein bekommt, mit dem Sie selbst Fiat-Vermögen erschaffen kann ohne weiter Sicherheiten also auf Knopfdruck 10 Millionen erzeugen kann, die man dann an der Börse in Rekordzeit vermehren kann um seine 2 Millionen anschließend an die erste Bank zurückzuzahlen. Glaubt ihr nicht? Genau das macht der WEF seit Jahrzehnten. Außerdem geben Sie das virtuelle Geld als Kredit an ärmere Staaten und Menschen um dieses mit Zinsen zurückzuverlangen. Da die meisten Menschen zu ehrlich sind, können sie es niemals zurückbezahlen und der Besitz der Menschen oder die Regierungen, Bodenschätze oder ähnliches gehören auf einmal dem Kreditgeber, der großzügig weitere Kredite gibt usw.

Das Gegenteil von Fiatgeld ist Warengeld, als das z. B. Tabak, Reis, Gold oder Silber dient, das neben dem äußeren Tauschwert auch einen inneren Wert hat, der unabhängig von Regierungserlassen ist, solange damit bezahlt werden darf.

So war es in Zeiten des römischen Reiches und anderer Hochkulturen. Die Menge des Geldes war allein deshalb schon begrenzt, da der zugrunde liegende Rohstoff begrenzt war. Vereinfacht bedeutet das, dass die Umlaufmenge des Geldes gleich blieb und der Wert eher im Laufe der Zeit gestiegen ist, als zu fallen, da die Rohstoffe nicht mehr wurden. In einem solchen System ist eine Inflation nahezu unmöglich, außer der Rohstoff wäre auf einmal grenzenlos verfügbar.

Seite 111

Leicht kann man verstehen, dass Naturalien, wie Reis oder Tabak auch schlechter geeignet sind einen Wert der Tauschware Geld zu garantieren, als dies Gold, Silber, Kupfer oder andere Rohstoffe können.

Das Problem in beiden Fälle ist, dass eine kleine Minderheit (der Staat, die Politiker) darüber entscheiden, ob man mit diesem Tauschmittel zahlen darf oder nicht.

Kein heutiges Währungssystem legt den Wert der Geld-Einheit durch eine Menge eines materiellen Wirtschaftsgutes (einer Ware) fest. Stattdessen wird der Wert über die Macht der Regierung gesichert, die Währung als gesetzliches Zahlungsmittel vorzuschreiben.

Hier erübrigt sich im Grunde jeder Kommentar: Eine Regierung und nicht die Bevölkerung nimmt sich das Recht über den Tauschhandel zu gebieten. Das wäre so, als würde man Kindern verbieten die Fussballbilder zu tauschen, sondern sie zwingen würde, diese, gegen einen festgelegten Preis zu tauschen. Wahrscheinlich ist das der nächste Plan. Wenn schon Kuchenverkäufe in Schulen und Kindergärten besteuert werden wollen. Der Staat möchte die vollständige Kontrolle über alle Waren- und Geldströme erlangen und daran mitverdienen.

Durch eine gesetzliche Festlegung als Zahlungsmittel in einer Währungsverfassung allein erlangt es aber nicht zwangsläufig die Eigenschaften von Geld, sondern erst durch die allgemeine Akzeptanz von Handelspartnern (Zahlern, Beziehern), auch hinsichtlich Wert und Kurs der Währung. Die Macht des Volkes wäre es ,wenn es einfach anfangen würde neue Währungen zu definieren und diese selbst zu gestalten. Das ist auch der Grund, warum so viele Staaten massive Angst vor Krypto – oder Alternativwährungen haben. Leider lassen sich die meisten Menschen

Seite 112

immer noch alle Alternativsysteme vom Staat vorschreiben.

Wer aber mit wachen Augen durch die Welt geht und vielleicht dieses oder andere Bücher liest, kann erkennen, dass wir im Grunde genommen sehr schnell die Zeit ändern können. Zum Beispiel, in dem wir aufhören an ein Geld zu glauben, welches von einem Deus ex Machina auf Knopfdruck erschaffen werden kann, in unbegrenzter Menge. Die zwangsläufige und aktuell auch gewünschte Inflation (die bei kritischer Überlegung eine reine Illussion ist) und der Zusammenbruch vieler Währungen, sind die Chance, bei einer neuen Währung einfach nicht mehr mitzuspielen, wenn man erkennt, dass nicht wenige, sondern die Mehrheit der wachen Menschen die zukünftige Finanzphilosophie gestalten werden. Wir müssen nur das Steuer in die Hand nehmen.

Auch Kryptowährungen sind nicht unproblematisch. Auf Ihre Gefahren werde ich eingehen. Für mich gibt es aktuell keine brauchbare Alternative zu einem nicht digitalen Geldsystem mit Realwirtschaftlichem Gegenwert.

Zum Kapitelanfang ↑