Kapitel 025

MEDIEN

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 129–133
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Womit wir nach dem Thema Zensur zwangsläufig beim nächsten Themenkomplex landen: den Medien. Ich verdanke der Coronazeit, dass ich Medien wie KenFM, Rubikon, Nuoviso und andere, die ich vorher niemals wahrgenommen habe, kennenlernen durfte und vor allem die ehrlichen Menschen dahinter. Sie waren die einzigen, die für Interviews angefragt haben, als ich mich mit meiner Meinung zur Pandemie als Arzt an die Öffentlichkeit gewandt habe um zu verhindern dass die Menschen an Ihrer Angst vor Coronainfektionen anfangen vergessen zu leben. Ich habe bevor ich diesen Medien ein Interview gegeben habe, erst einmal im Internet recherchiert, ob es seriöse Nachrichtenagenturen sind und müsste lesen, dass diese als Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikale eingestuft wurden. Ich wüsste zu diesem Zeitpunkt noch wenig, was Framing ist und wie dieses funktioniert, musste aber leider sehr schnell feststellen, dass mir die gleichen Attribute (Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikal) zugesprochen wurden, was mich persönlich hart getroffen hat. Ich habe wissenschaftlich gearbeitet und meine Familie hat gegen Adolf Hitler gekämpft. Ich war und bin weder Rechtsradikal noch ein Verschwörer, sondern ein die Wahrheit liebender Demokrat und Weltmensch. Ich musste feststellen, dass jeder der eine Meinung fundiert vertrat, die nicht der offiziellen Darstellung einer Situation entspricht, diesen Stempel erhalten hat. Betrachtet man aber die Artikel, Bücher und Sendungen der freien Medien und vergleicht diese mit den öffentlich rechtlichen Kanälen, stellt man fest, dass diese wesentlich besser und kritischer recherchierte Artikel und Sendungen präsentieren.

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Ist es nicht die Aufgabe der Presse, als vierte Macht im Staat, die Regierung zu hinterfragen und Fehlentwicklungen zu verhindern? Wie kann das gelingen, wenn der Aufsichtsrat aus Politikern besteht und die Finanzierung nicht durch Qualität gesichert wird, sondern durch Werbekampagnen aus der Wirtschaft und vor allem auch Pharmaindustrie.

Wie also lässt sich diese Einflussnahme verhindern? Es geht nur so, wie es uns Formate wie die oben genannten oder TKP.at, Reitschuster etc. vorleben. Ein Journalist macht das, was er am besten kann. Er sucht nach einer Story, recherchiert und veröffentlicht diese. Wenn er Leser für sich begeistern kann, erhält er eine Gruppe an Menschen, die seine Inhalte regelmäßig erhalten möchten und diese sind dazu bereit, einen Betrag dafür zu entrichten. Eine Zwangsfinanzierung oder Werbefinanzierung von Inhalten führt dazu, dass es keine Rückmeldung mehr zwischen den Konsumenten und Produzenten gibt und dass Inhalte produziert werden, die der Kunde nicht sehen will (Propaganda). Die freien Medien werden sich dagegen gegenseitig überwachen. Eine öffentliche Einflussnahme muss aufgedeckt werden und an die Konsumenten gespiegelt werden. Es verlangt eine echte Ethik. Wahrscheinlich wäre es gut, wenn Menschen, die als Journalisten arbeiten einen gewissen Schutz vor Strafverfolgung genießen würden, (diplomatische Immunität) um nicht Opfer von einer Staatswillkür zu werden. Viele Fragen bleiben offen. Wenn Prozesse neu erstellt werden, ist es wichtig, das Vorgehen immer wieder zu hinterfragen und nach zu justieren. Aber wenn auch hier das gilt, was ich im Kapitel Zensur ausgeführt habe, dann kann im Grunde nicht viel schief gehen. Es werden sich neue Geschäftsideen entwickeln, vielleicht gibt es einen Artikel on Demand, oder ein Abo, eine Printausgabe und anderes. Das

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Beispiel des demokratischen Widerstandes zeigt, dass eine freiwillige Finanzierung funktionieren kann. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Buch schreibe, sind die Menschen nicht mehr in der Lage unbegrenzt Geld außerhalb der Lebenshaltungskosten zu erübrigen, aber ich spreche von einer Welt, in der jeder Mensch sich um die Grundversorgung keine Angst mehr machen muss. Wenn sich die Wirtschaftslage wieder stabilisiert hat, werden Menschen gerne andere unterstützen, wenn sie die Arbeit für wertvoll halten. Wenn eine Zeitung oder Sendung aber langweilig oder schlecht ist, werden sie sich nicht durchsetzen. Viele Formate (Tichy / Alles Ausser Mainstream / Reitschuster/TKP etc.) sind One man Shows. Solange der Produzent Spaß an seiner Arbeit hat, wird er genauso Kunden finden wie der begeisterte Musiker, Koch oder Maler. Die Arbeit wird bezahlt, wenn sie ihren Preis wert ist, dazu muss sie noch nicht einmal billig sein. Je wertvoller die Inhalte, desto größer die Reputation, desto mehr Unterstützung erhält der Einzelne. Bezahlte Werbung dagegen muss verboten sein, ebenso wie typische Influencer-Tätigkeiten außer für die eigene Arbeit, da auch dies nur Werbung ist und das Gegenteil eines freien Journalismus, der Journalist, der von Werbeeinnahmen lebt, ist nicht mehr frei. Jeder einzelne Mensch muss die Gelegenheit haben, alle anderen zu erreichen, wenn er seine Inhalte veröffentlicht. Natürlich wird das nicht jeder schaffen, aber wenn er innovativ und investigativ arbeitet und es keine Zensur der Suchmaschinen mehr gibt und kein Shadowbanning (Das bedeutet man wird bei einer Suche nicht mehr gefunden wird) ,Wenn also Inhalte im Netz einfach nach echter Relevanz auffindbar sind, dann haben alle Menschen die gleichen Chancen. Auch hier gilt. Die Offenlegung und Überwachung der Mechanismen muss für jeden zugänglich sein. Wenn im Programmcode ein Programmierer herausfindet, dass gezielt Information manipuliert wird,

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wird es Aufgabe des Staates werden, diese Manipulation zu beseitigen und nicht zu ihren Gunsten zu nutzen. Darüber wieder wachen die Journalisten und jeder einzelne Benutzer der Dienstleistungen. Die Politiker selbst werden – sollte man sie noch brauchen - durch die Bürgergerichte (Siehe auch das Kapitel Justiz) überwacht und auch zur Verantwortung gezogen.

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