Kapitel 070

NATUR STATT CHEMIE

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 346–351
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Ich wurde schulmedizinisch in einer sogenannten Eliteuniversität ausgebildet. Man lernt als Student kaum, wie oder warum Medikamente funktionieren, sondern man lernt, dass eine Krankheit A, durch ein Bakterium / Virus/ Disposition B verursacht wird und das man es mit C behandeln kann oder mit D/E o F oder aus Kombinationen. Wenn es dann zu Nebenwirkungen kommt, behandelt man diese mit G und H und wenn dann die Schilddrüse, Niere oder Leber oder der Blutdruck spinnen, sollte man zusätzlich I, J oder K geben. Natürlich nicht B / E oder H absetzen, weil dies gefährliche Wechselwirkungen ergibt, die man aber mit L oder M oder einer AA-Kombination sicher in den Griff bekommt.

Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass viele Erkrankungen verschwinden, wenn ich die eingenommenen Medikamente schrittweise alle absetze und statt dessen, Ingwer gegen Entzündungen, Schmerzen oder Übelkeit und Erbrechen einsetzen kann. Trinkmengen zwischen 3 und 4 Litern die Niere und Leber entgiften (langsam steigern), Honig oder / und Chili sehr schnell gegen Halsschmerzen helfen. Einfache Hustenbonbons aus dem Supermarkt (auch als Tee) extrem effektiv gegen Husten und grippale Infekte helfen.

Nahezu jede Erkältungskrankheit sich durch intensive, heiße Vollbäder in Rekordzeit kurieren, weil man das Immunsystem auf Arbeitstemperatur bringt und dem Körper die Arbeit des Fieber Erzeugens abnimmt. Honig ist ein hervorragendes Rachentherapeutikum. Diverse Farbstoffe wirken Wunder, bei Hauterkrankungen. Nasensspülungen mit verschiedenen Salzlösungen trockenen, feuchten und erkrankten Nasen besser helfen als jedes Spray, um nur eine Handvoll Beispiele zu nennen.

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Mit zunehmender Berufserfahrung habe ich mehr Medikamente abgesetzt als verschrieben, mit frappierendem Erfolg.

Warum lernt man davon nichts in der Ausbildung?

Die Menschen haben über Jahrtausende Heilkräuter gesammelt und sind ohne Chemie gesund geworden. Generationenlang konnten die Menschen sich selbst von Krankheiten heilen, und wie ich heute leider weiß, sind viele Erkrankungen überhaupt erst durch die Medikamente und vor allem die Impfungen entstanden. Hilft die moderne Medizin wirklich den Menschen oder wird das Heilwissen aus der Natur hier gezielt unterdrückt und vernichtet.

Einer der vielen positiven Aspekte aus der Zeit zwischen 2020 und 2022 ist, dass viele Menschen angefangen haben über die Chemie – Medizin anders zu denken und sich selbst über Alternativen informiert haben.

Leider muss ich einräumen, dass ich als Student zu gutgläubig war und als Arzt zu faul, um mich so umfassend zu informieren, wie ich dies die letzten 2,5 Jahre gemacht habe. Ich war faul, habe den Pharmareferrenten geglaubt. Ich habe wenig selbstständig gedacht, sondern nur nachgemacht, was man mir suggeriert hat. Meine eigenen Erkenntnisse über das, was alles im Bereich der Schwindelerkrankungen schief läuft, haben zwar dazu geführt, dass ich mir eigene Konzepte erarbeitet habe Schwindelerkrankungen zu behandeln, was am Ende meiner Laufbahn in Sinsheim dazu geführt hat, dass ich fast keine Medikamente mehr verschreiben mußte, um bessere Ergebnisse zu erhalten als zuvor, aber in andere Bereiche habe ich mich noch nicht hineingearbeitet.

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Ich habe Experten vertraut, die keine waren, das weiß ich heute und ich schäme mich für diese Fehler.

Aktuell arbeitet z.B. die Gruppe, um Roger Bittel daran, Heilwissen aus Afrika zu dokumentieren und mit anderen Grundlagenmedizinischen Verfahren zu verschmelzen. Vor allem aber versuchen sie zu verhindern, dass das alte Wissen verlorengeht und dass die Heilpflanzen erhalten bleiben.

Wir waren schlechte Ärzte und auch schlechte Landwirte. Denn wenn es um Natur geht, wurden auch hier die Produkte immer mehr blind benutzt, die die großen Hersteller wie Monsanto Weltmarktführend angepriesen haben. Altes Wissen muss heute als Permakultur mühsam wieder erworben werden, altes Saatgut wird zu einem Schatz, weil die Großkonzerne und Regierungen dieses ausrotten und verbieten wollen.

Die Industrie zielt darauf ab, ungesunde Nahrung zu produzieren, die Menschen krank macht, die dann durch die „Pharmaabhängigen“ Ärzte wieder behandelt werden müssen, mit Medikamenten, die die Menschen noch kranker machen. All das dreht sich wie ein Kettenkarussell immer schneller im Kreis bis am Ende die ganze Welt krank ist und das Wissen über die Heilung verschwunden ist. Es bleiben die Kontrollorgane, die über die Gesundheit und Nahrung verfügen können und die das Wissen der alten Generationen einfach auslöschen wollen. Das Spiel läßt sich auch in der Kleidung, Farbe, Verpackungsindustrie beliebig fortführen. Das Ziel ist bei Betrachtung mit Abstand, nicht die Gesundheit der Menschen, sondern nur die Macht der Regierungen und die Geldbörse der Großindustrie, der Mensch, spielt als Mensch keine Rolle mehr.

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Meine Patienten werden sich erinnern, dass ich so manches mal ein altes Hausmittel empfohlen habe, mit Verweis auf meine Großmutter, mit dem Hinweis: „Meine Oma war eine kluge Frau“. Nicht selten habe ich Hausmitteln den Vorrang vor Schulmedizin gegeben, in der Praxis genauso wie auch zuhause.

In vielen Völkern ist es Aufgabe der Alten das Wissen zu sammeln und an die jungen weiterzugeben. Ich lebe in Tansania und die Volksgruppe der Maasai als Beispiel vertraut der Schulmedizin nicht. Sie geben ihre Kräuterkunde von Generation zu Generation weiter und die jungen Krieger lernen, dass Prävention und ein gesunder, starker Körper vor Krankheiten schützen. Mit 45 gehen die Krieger in den Ruhestand und kümmern sich von fortan darum, die alten Heilmittel und Behandlungen zu erhalten. Wir allen könnten von diesem Wissen profitieren und würden gut daran tun, die Erkenntnisse der Heilkundigen aus allen Teilen der Welt zu sammeln, zu archivieren und zu kultivieren. Es sollte ein Wissen sein, dass für alle verfügbar ist, aber insbesondere Heilberufe müssten in diesem Wissen unterrichtet werden.

Die Chemie sollte eine Nebenrolle einnehmen. Nur dann, wenn die Naturmedizin nicht weiterkäme, gäbe es eine Möglichkeit die Pharmazie einzusetzen. Wie wäre es, wenn Pharmazeutische Unternehmen niemals Gewinne machen dürften. Medikamente müßten kostenlos für alle Verfügbar sein und die Heilkunde wäre ein Hauptfach in der Schule. Das gleiche gilt für erste Hilfe und grundlegende Anatomie.

Nahrungszusätze wie Glutamat oder künstliche Aromastoffe oder Konservierungsmittel, die nicht natürlichen Ursprungs wären, würden

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verboten werden, da diese dem Körper schaden. Essen würde wieder so schmecken, wie es „natürlich“ schmeckt. Mir gefällt diese Vorstellung jedenfalls und ich setze all diese genannten Punkte bereits um.

Fehlt mir dadurch etwas? Nein, ich habe nur gewonnen.

Probiert es einfach aus. Jeder einzelne kann dies problemlos umsetzen.

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