Kapitel 068

WIKIPEDIA UND KONSORTEN

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 327–334
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Ich fand Wikipedia mal gut. Richtig gut. So gut, dass ich jeden Monat als Dauerauftrag Geld zur Unterstützung der Idee gespendet habe. Eine gigantische Idee. Das hat sich geändert, spätestens nachdem man mich selbst als Profil in Wikipedia angelegt hat und dort einen Mann beschrieben hat, den ich nicht kannte. Mein Misstrauen wurde nicht kleiner als ich feststellen musste, dass alle Informationen zu den von mir mitgegründeten neuen Parteien schneller gelöscht als erstellt wurde.

Doch zurück zur eigentlichen Idee von Wikipedia, die ich nach wie vor super finde: Man eröffnet ein Onlinelexikon, welches von allen Menschen der Erde gepflegt und erweitert wird. Man erschafft eine globale, omnipräsente Wissensbasis und jeder der eine spezielle Kompetenz hat, kann diese nutzen, um das Nachschlagewerk zu ergänzen. In einer gigantischen Geschwindigkeit ist aus Wikipedia ein weltweit verfügbares Nachschlagewerk geworden in vielen Weltsprachen für alle verfügbar. Bevor wir über Wikipedia reden, sollte man sich anschauen, was aus der Idee geworden ist. Hierzu empfiehlt sich die Webseite „Wikihausen.de“ von Markus Fiedler und seine Dokumentation: „Die dunkle Seite der Wikipedia“. Das große Problem ist, dass die Inhalte von Wikipedia von: sagen wir mal einem „Wahrheitsministerium“ kontrolliert werden. Die führenden Kräfte hinter Wikipedia zensieren nach Lust und Laune und setzen gerade Framing-Agendas ungeniert um. Man kann seine eigene Meinung genauso wenig äußern, wie eine abweichende wissenschaftlich fundierte Meinung, über akute Erkältungskrankheiten, äußern, wie dies in 2020 – 2022 nötig gewesen wäre, um all die Fehlentscheidungen zu vermeiden, die Regierungen getroffen haben.

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Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass sich Fehler in ein Nachschlagewerk einschleichen und das sollte, vermieden werden. Aber was ist die Wahrheit, was ist die Realität, wovon hängt die Wahrnehmung ab?

Ich möchte Euch wieder eine Geschichte erzählen, die nicht von mir stammt, aber die Wahrnehmung von Wahrheit am besten beschreibt, der Autor und Urheber ist mir trotz Recherche nicht ermittelbar gewesen.

Fünf Menschen bekommen die Augen verbunden und sollen ein Objekt beschreiben: welches vor Ihnen steht:

Der eine sagt, es ist eine unebene Wand mit einer rauhen Oberfläche. Der zweite beschreibt das gleiche Objekt, wie einen kräftigen Baumstamm. Der dritte denkt eher an eine Schlange, während der Vierte es mit einem großen, weichen Stück Leder vergleicht. Der Fünfte empfindet den Gegenstand eher wie eine Peitsche.

Wie ist das möglich?

Als alle Ihre Augenbinden abnehmen stehen sie vor einer Statue eines Elefanten. Sie beschrieben den Bauch, das Bein, den Rüssel, die Ohren und den Schwanz.

Alle 5 hatten eine andere Wahrnehmung der gleichen Realität. Sie alle haben die Teilaspekte mit Ihrer eigenen Entwicklung und Erfahrung abgeglichen und daraus ihre Beschreibung der Wahrnehmung abgeleitet.

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Keiner konnte die Meinung des anderen nachvollziehen, da Ihnen immer wichtige Informationen gefehlt haben.

Diese Gefahr besteht. Die Menschen dachten lange, eine Geschwindigkeit über 30 km/h wäre niemals durch den dafür nicht ausgelegten menschlichen Körper zu verkraften. Sie hielten es für unmöglich zu fliegen oder mit einem U-Boot die Tiefen der Meere zu erforschen. Das ging so lange, bis es jemand gemacht hat. Die Vorstellung von der Konstruktion des Universums ist nach wie vor, immer neuen Änderungen unterworfen, genauso wie das Verständnis des Mikrokosmos nicht abschließend geklärt ist.

Immer wieder haben Menschen neue Ideen und möchten diese teilen und diskutieren, aber je mehr diese fundamentale Ansichten betreffen, desto weniger ist es möglich eine fortschrittliche Wahrnehmung für andere erfahrbar zu machen, da dies durch offizielle Stellen verhindert wird. Warum darf man nicht über alternative Steuer oder Staatsformen diskutieren, warum muss man Weltanschauungen unterstützen, von denen man nicht überzeugt ist (Beispiel Kopernikus, Martin Luther, Mahatma Ghandi) Antwort: Weil dies in vielen Fällen den Verlust von Macht von Regierenden Institutionen bringen könnte. Seien es Könige, Kaiser, Päpste oder Regierungen. Wikipedia und andere Wissensdatenbanken sind sicher spannende und wichtige Idee, Wissen für alle zugänglich zu machen. Wir brauchen nur eine Lösung, dass alle Meinungen, auch die unbequemen dort verfügbar werden. So lange sachlich und fundiert berichtet wird, wäre es wichtig alternative Wahrheiten zu erfahren, um daraus zu lernen oder diese zu widerlegen.

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Denn wir dürfen nie vergessen, was das Wesen der Wissenschaft eigentlich ausmacht: Wissenschaft bedeutet, dass man sicher geglaubte Inhalte stets hinterfragen sollte, um zu erkennen, ob die Wahrheit auf Dauer bestand hat oder ob man einen Denkfehler zu Grunde liegen hat, der nach neueren Erkenntnissen aus Wissenschaft und Forschung widerlegbar ist.

Eine These hat nur so lange Bestand, bis sie nicht mehr gültig ist. In der heutigen Zeit werden leider alte Thesen als unumstößliche Wahrheiten behandelt und Menschen die neue Ideen haben, verfolgt und diskreditiert. Das Festhalten an alten und überholten Wahrheiten aber, ist der größte Bremsklotz des Fortschrittes. Wie kann man verhindern, dass Inhalte und verschiedene Varianten nebeneinander existieren, wie kann man mit einer Wissensdatenbank wie Wikipedia sicherstellen, dass sie zu einem echten Wissensschatz werden, und nicht nur Dogmen verbreitet werden, die der Elite helfen?

Meine Vorstellung wäre, dass es über eine Kategorisierung relativ einfach machbar sein sollte, verschiedene Meinungen gleichberechtigt und nicht wertend gegeneinander zu stellen. Dies gelingt Wikipedia bei verschiedenen Themen, wie als Beispiel den 10 Geboten, sehr gut. Entscheidend ist, dass Meinungen nebeneinander ohne Wertung Bestand haben dürfen. Nicht nur Meinungen, sondern auch Thesen, die als solche, z.B. farblich gekennzeichnet werden: Wenn jemand zum Beispiel die These vertreten würde, dass die Erde die Form einer Sanduhr hätte, dann könnte er diese Idee einbringen und seine Indizien dafür erläutern. Der Leser ist und bleibt der Einzige, der hier eine Wertung vornehmen darf. Nicht das Lexikon oder seine „Redaktion“.

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Das Nachschlagewerk bleibt ein Nachschlagewerk. Es darf nicht sein, dass es nach Gutdünken zensiert wird, wie dies z.B. mit der Bibel mehrfach geschehen ist, weil der Vatikan Inhalte für gültig oder ungültig erklärt hat. Es gibt weit mehr Evangelien, als die die wir in der offiziellen Bibelausgabe finden. Auch die immer wieder angepassten Übersetzungen sind gefährlich, selbst die Lutherbibel wird weiter überarbeitet. Warum? Ich wünsche mir ein umfassendes Wissen. Ich möchte nach den Erfahrungen des Ukrainekrieges ein eigenes Bild, über alle anderen Kriege machen dürfen und Quellen selbst auswerten können, um eine bessere Objektivität zu erhalten. Der Ukrainekrieg 2022 war ein Paradebeispiel, denn die Hauptschlacht wurde auf dem Kriegsfeld der Propagandisten geschlagen. Ob Russland, Amerika oder Europa, das wahre Geschehen wird am Ende verfälscht in den Geschichtsbüchern stehen, die unsere Kinder lesen werden. Ich möchte, dass Sie selbst alle Quellen sichten können, um eine Wahrheit hinter der Wahrheit zu finden. Ich musste in den letzten zwei Jahren mehr über Kriegslügen, zu allen Zeiten, auf allen Kontinenten, lernen müssen, als ich je zu träumen wagte und durfte erkennen, dass mir in der Schule kein kritisches Denken, sondern Propaganda als Lehrstoff vorgesetzt wurde.

Wie soll sich der Mensch weiter entwickeln, wenn sein Wissen von einer kleinen Elite von Menschen bewusst eingeschränkt wird und wenn Lügen zur Wahrheit erklärt werden. Wikipedia muss so geändert werden, dass jeder Mensch das Wissen unzensiert abfragen kann. Nur der Autor darf das Recht haben, seine Inhalte zu verändern. Gerne können Passagen kommentiert werden, aber dies muss erkenntlich werden, warum und wer das getan hat. Der wichtigste Schritt ist von daher, dass Autoren reale Personen seien müssen, die mit Bild, Namen und Identifikation für Ihre Meinung gerade stehen. Die Inhalte müssen straffrei werden. Wer genug Rückgrat hat,

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etwas zu veröffentlichen muss dafür auf Dauer erkennbar sein Gesicht zeigen! Keine Anonymität der Zensoren mehr, sondern alle Mitarbeiter müssen sich für Ihre Meinung nicht schämen, sie müssen nur dazu als Person einstehen. Keine Pseudonyme, keine Strohmänner, jeder darf seine Wahrheit beisteuern, wenn er dafür als Person geradesteht. Dies wird einen zuverlässigen Schutz vor Missbrauch bieten und Spaßartikel werden sicherlich weniger, denn der Autor selbst blamiert sich vor der ganzen Welt. Die Wahrheitsbewegung zeichnet sich durch Menschen aus, die, obwohl sie Gefahr gelaufen sind alles zu verlieren und sogar verhaftet zu werden, für Ihre Meinung bereit waren ihr Gesicht zu zeigen und Spott und Hohn zu ertragen. Sie waren der Wahrheit verpflichtet. Dies bietet einen guten Schutz für ein sorgfältiges Arbeiten, denn jeder abgeschickte Artikel kann nicht mehr verändert werden. Auch wenn der Autor seine Meinung ändert, muss er dies offen tun (so ähnlich wie die „Änderungen verfolgen“ Funktion von Word oder anderen Textverarbeitungssystemen) So kann man Lernfortschritte erkennen und sich selbst korrigieren, man wird erkennen, warum dieser Sinneswandel kam und es wird nicht einfach gelöscht. Dieses Lexikon wäre sicher vor Veränderung. Jeder Abonnent der Wissen Datenbank erhält „Einweg-Updates“, um möglichst viele unabhängige Datenbanken zu haben und eine Löschung zu verhindern. Das gleiche gilt für das Framing – Gegenstück von Wikipedia: „Psiram“.

In einer neuen Welt werden die Autoren der Artikel für alle und auf Dauer sichtbar gemacht. Jeder Autor wird zurückverfolgt und kann sich nicht mehr hinter Pseudonymen verstecken und wird natürlich auch bei ehrverletzenden Artikeln entsprechend juristisch angreifbar werden,

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dies hilft den Menschen wieder zu mehr Respekt und Sorgfalt gegenüber anders Denkenden zu verhelfen.

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