Kapitel 105

ERBE

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 509–513
LesenBuch kaufen ↗
Seite 509

Mit welcher Berechtigung erhebt ein Staat Anspruch auf ein Erbe? Wie ist es möglich, dass er Steuern auf etwas erhebt, was ihm nicht gehört? Immerhin werden in Deutschland pro Jahr ca. 400 Milliarden Euro vererbt! Der Staat beschwert sich laut einem Fokusartikel darüber, dass die Erbschaftseinnahmen heute nur noch ca. 7 Milliarden beim Staat betragen.

7 Milliarden von Menschen, die Ihr Leben lang Steuern bezahlt haben und ein bereits versteuertes Lebenswerk an Ihre Nachkommen weitergeben möchten?

Es gibt einen Witz, dass jemand testamentarische verfügt hat, ihn zu verbrennen und die Asche an das Finanzamt zu schicken, mit einem Brief von ihm dazu, in dem steht: „Jetzt habt ihr auch den Rest“

Der Staat kümmert sich natürlich nur um Guthaben, wenn ein Mensch Schulden vererbt, dann gehen diese dafür ohne Beteiligung des Staates an den Erben über?

Ferner - Wenn keine Erben (also auch keine entfernten Verwandten) ermittelbar sind, erbt der Staat dessen Grund, Boden, Vermögen und alles, was ihn ausgemacht hat und entsorgt die Erinnerung an den Toten auf der Müllhalde, nachdem Wertsachen natürlich vorher entnommen worden sind.

In einem Krieg würde man hier von Plünderungen sprechen. Wie wäre es stattdessen, wenn man die 7 Milliarden (eine Zahl mit 9 Nullen) an die 84 Millionen auszahlen würde und damit ein Geschenk für alle machen würde? Natürlich steuerfrei?

Seite 510

7.000.000.000/84.000.000 = Dann würde jeder jedes Jahr zusätzlich 83 Euro aus Erbschaften erhalten.

Auf der Gegenseite: Eines unserer Hauptprobleme der letzten 3 Jahre wurde von Familiendynastien hervorgerufen, die Ihren Wohlstand in einer Höhe vor sich herschieben, die ein Mensch niemals ausgeben könnte, also wäre doch eine Begrenzung dessen, was von einer Generation an die Nächste vererbt werden kann, doch im Grunde sinnvoll, aber wer sollte davon profitieren?

In vielen Fällen wurde das Vermögen von Dynastien wie Gates oder Rothschild etc. sowieso vorher in Stiftungen transferiert und die Familie sind Angehörige der Stiftung.

Wer sollte also das Erbe oder im Falle von Stiftungen, das verschleierte Erbe erhalten? Der Staat? Die Familien, deren Familienvermögen es schließlich ist? Was würde sich dann ändern, wenn die Familien, die maßgeblich an den Verwerfungen in der Welt schuld sind ihr Vermögen von Generation zu Generation vergrößern würden?

Wie wäre es stattdessen mit einem Freibetrag von z.B. 100.000 pro Erbe? Der Rest würde wieder an alle verteilt werden. Auch die Stiftungen würden zur Volksgemeinschaft gehören. Der Hauptwohnsitz des Verstorbenen dürfte weiter genutzt werden, die anderen Immobilien fallen wieder zurück ans Volk. Können von anderen von der Gemeinschaft abgekauft werden und werden von anderen dann genutzt in deren Besitz sie übergehen? Die Betriebe, die der Familie gehören, fallen unter die Regelungen der Großkonzerne. Ich spreche hier nicht von Inhabergeführten Unternehmen wie Trigema in Deutschland als Beispiel. Ich rede von Betrieben wie Mercedes Benz, Fraport, Amazon, Microsoft, Apple, allen Banken.

Seite 511

Diese werden zum Teil weiter benötigt, aber ihre Gewinne werden gekappt und alles was darüber liegt, geht nicht mehr an Aktionäre, sondern an die Gemeinschaft.

Einige der genannten Konsortien sind aber schädlich für den Mittelstand und Einzelhandel und müssen dringend ihre Monopolstellung verlieren und ggf. aufgelöst werde, Amazon als Beispiel hat tausende von Versandhandeln das Leben gekostet.

Da bei den meisten der genannten Firmen der Besitzer eine Aktiengesellschaft ist, gehören diese Firmen niemand als Person und damit gehören sie der Volksgemeinschaft. Sie arbeiten weiter, aber nach dem „Tod“ der Aktien wird aus dem Gewinn, ein jährliches Erbe für alle Bürger.

Als Beispiel lag der Gewinn von Mercedes Benz bei 14 Milliarden Euro Dieses jährliche Erbe würde zusätzlich für jeden 160€ bedeuten.

Wenn Superreiche irgendwann sterben würden, wäre auch dies eine schöne Ausschüttung. Ihr versteht, worauf ich hinaus will. Ich hatte hier erst Namen und Vermögen aufgelistet, dies aber wieder gestrichen, weil es falsch verstanden werden würde. Statt dass der Staat profitiert und die Elitefamilien immer reicher werden, bekommt jeder einen Anteil vom Kuchen. Dafür zahlt er im Leben keine oder keine hohen Steuern mehr und der Staat würde nicht bei allem mitkassieren.

Welt-Beherrscher-Fantasien, die typisch für Superreiche Familien zu allen Zeiten waren, werden damit der Vergangenheit angehören. Mit dem Tod des Unternehmers profitieren alle von seinen Erfolgen, die schließlich auch alle erst möglich gemacht haben. Dafür konnte er zu

Seite 512

Lebzeiten seine Erfolge genießen. Wenn er ein guter Mensch war, wird man sich auch weiter an ihn erinnern.

Die Zeiten, an denen Menschen, wie der fiktive Charakter Ebenezer Scrooge, aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, erst den Geist von drei Weihnachtsfesten kennenlernen müssen, um zu merken, dass man Geld nicht essen kann, wären vorbei. Sie könnten vorher erkennen, dass man glücklich wird, wenn man seinen Wohlstand mit anderen teilt.

zum Thema Großbetriebe, habe ich ein eigenes Kapitel vorbereitet.

Zum Kapitelanfang ↑