Kapitel 028

MILITÄR

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 140–144
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Hierzu muss man erst einmal die Frage in den Raum stellen, warum man überhaupt Armeen braucht. Armeen dienen dazu sich gegen Armeen zu wehren. Die Armeen werden nicht von Bürgern gewünscht oder eingesetzt, sondern von Königen, Fürsten oder Regierungen, damit diese für sie Land oder Schätze erobern oder um sich vor anderen Ländern oder Fürsten zu schützen, die genauso verwerfliche Ziele haben. Was wäre aber: wenn es überhaupt keine Armeen gäbe? und man stattdessen die Verantwortung und die Macht und die Kontrolle der Waffen, aus der Hand der Regierungen in die Hand des Volkes überträgt. Keine Panzer, Keine Kampfflugzeuge, keine Minen, keine schwere Artillerie. Denn wer ist das Opfer des Krieges?

Ist es das Parlament, sind es die Befehlshabenden, sind es die Soldaten oder sind es nicht vielmehr das Volk, die Familien und die Kinder? Sind Eltern nicht prinzipiell am besten geeignet, über das Wohl der Familie zu wachen und sind Besitzer von Häusern oder Fabriken nicht wesentlich kompetenter, auf ihren Grund und Boden aufzupassen, als eine Armee? Deutschland verfügt über 182.000 Soldaten und 333.600 Polizisten. Ferner fast 60.000.000 Menschen die älter als 18 Jahre sind.

Deutschland hat eines der schärfsten Waffengesetze und sogar ein feststehendes Messer, welches länger als eine Handfläche ist, fällt unter illegalen Waffenbesitz, während hier in Tansania jeder Massai mit einem 40 cm Messer einkaufen geht oder Bus fährt.

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Was wäre denn, wenn jeder Volljährige eine Waffe besitzen dürfte, wenn er das wünscht? (Über die Anzahl und Art der Waffen, sowie Munitionsmenge muss man sicher streiten)

Welcher Staat oder welche Armee würde in dieses Land einmarschieren? Welcher Staat würde sich erlauben, gegen die Belange des Volkes zu handeln? Würde dies zu Chaos oder zu Ordnung führen: Werfen wir einen Blick auf Amerika:

Abbildung aus dem Buch, Originalseite 141
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Quelle: https://www.fwr.de/statistik/fakten-zum-waffenbesitz/

Auch wenn hier immer wieder gerne postuliert wird, dass mehr Waffen zu mehr Verbrechen führen, findet man abseits vom Mainstream andere Informationen. Geht man einmal emotionslos und ohne Bilder von Schulmassakern im Kopf an die Fakten: Wie wahrscheinlich wäre ein Schulamoklauf, wenn die Lehrer und alle Nachbarn der Schule bewaffnet gewesen wären?

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In den sogenannten Naturvölkern oder bei den Ureinwohnern waren Kriege nahezu unbekannt. Natürlich kam es auch mal zu Kämpfen, aber das Ausmaß war selbstlimitierend. Jeder Jäger im Stamm trägt Waffen als Werkzeug oder zu Jagd. Damit ist er gleichzeitig, aber auch wehrhaft und wenn es zu einem Überfall eines anderen Stammes kommt, ist er nicht wehrlos. Erst die Kolonialisten brachten die Soldaten und Polizeieinheiten in die fremden Länder und haben Armeen installiert. Die Naturvölker waren dagegen machtlos, denn die Siedler hatten Waffen, die denen der Ureinwohner weit überlegen waren. Mit den Fernwaffen müsste man seinem Gegner auch nicht mehr direkt gegenübertreten, das Töten wurde anonymer. Auch hier lässt sich nachvollziehen, dass die Kriege durch Armeen in das Land gebracht wurden. Seien es spanische oder englische Eroberer oder Siedler in Amerika, sowie Kolonialstreitkräfte in Indien oder Afrika. Immer brachten die Armeen den Tod und das Elend für die ungeschützte Bevölkerung. Es ist nachvollziehbar, dass der Staat sein Volk gerne mit nicht einmal 0,5% der Bevölkerung unter Kontrolle halten möchte, aber ist es aus der Erfahrung der Geschichte wirklich sinnvoll, wenn sich der Souverän nicht gegen die Volksvertreter wehren kann, wenn diese dies wollten? Wer braucht also Armeen? Ohne Armeen gäbe es keine Kriege. Sie sind die Grundvoraussetzung. Sie wurden immer von Mächtigen aufgestellt, um die eigene Macht zu sichern, nicht um das Volk zu schützen. Das ist lediglich eine Schutzbehauptung, um die Existenz zu sichern. Niemand braucht Panzer oder Kampfflugzeuge, die Streuminen auf die Zivilbevölkerung abwerfen. Soldaten, die feige mit Drohnen und Robotern unschuldige töten. Artillerie oder Atomwaffen. Hätte ich einen Wunsch, würde ich alle Armeen abschaffen und entwaffnen und stattdessen alle Bürger bewaffnen.

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Armeen schützen niemand. Sie töten Menschen auf Befehl von Machthabern, die an der Macht bleiben wollen, um immer reicher und mächtiger zu werden. Die Bürger, die Familienmitglieder, die Kinder sind einfach nur Kanonenfutter, um die Macht und Angst weiter auszubauen. Wann hat eine Armee jemals Frieden in ein Land gebracht? Die Antwort ist niemals. Die Armeen haben die Konflikte verursacht, nur durch Angst wurden Menschen gefügig gemacht und unterdrückt. Eine Friedenstruppe gibt es nicht. Ich selbst habe den Kriegsdienst verweigert und sehe mich als Pazifist. Ich bin Arzt und Christ und würde und werde jedem Menschen in Not helfen, Geimpften und Ungeimpften, Tätern oder Opfer, Schwarz oder Weiß, Christ, Hindu, Moslem oder Jude. Es ist für mich selbstverständlich als Arzt allen Menschen zu helfen, die in Not sind.

Ich würde mir eine Welt ohne Waffen wünschen und irgendwann wird dies mit zunehmendem Erwachen auch möglich werden. Aktuell kommen wir nicht um Waffen herum. Um das sinnlose Morden und die Autokratien, Diktaturen und Scheindemokratien aber zu beseitigen geht dies nur, wenn alle sich verteidigen können. Vor Feinden oder auch dem eigenen Staat. Es kann nicht die Zukunft sein, dass ein komplettes Volk von 0,5% der Bevölkerung, die die Waffengewalt haben unterdrückt und eingeschüchtert werden.

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