ETHISCHE BANKEN, PAYPAL UND SCHULDEN
Die Quelle der Abhängigkeit und Unterdrückung globalpolitisch, wirtschaftlich und privat sind Kredite zum einen, Zinsen zum anderen und ein System in dem Geld keinen Gegenwert besitzt, sondern auf Knopfdruck generiert wird. Ich habe dieses Thema an andere Stelle des Buches bereits einmal aufgegriffen im Kapitel: Fiat-Geldsystem. Daher möchte hier Versuchen ein sehr einfaches und bereits bestehendes Lösungsmodell zu präsentieren: Zunächst die Frage: Sind alle Banken böse? Es gibt ein Banksystem, welches sich am Koran orientiert und dort sind Zinsgeschäfte verboten
Zitat: Wie funktioniert eine islamische Bank? Quelle: http://islamische-bank.org Zinsfrei und nah an der Realwirtschaft – eine Bank mit islamkonformen Finanzprodukten orientiert sich nach den Richtlinien des Islamic Banking. Als Islamic Banking wird die Führung von Bank- und Finanzgeschäften bezeichnet, die im Einklang mit den Regeln und dem religiös-ethischen Wertekanon des Islam und seinen Verpflichtungen zu sozialer Verantwortung stehen. Die Schlagworte des islamischen Bankwesens sind – zinsfrei, Realwirtschaft und Spekulationsverbot. Das Zinsverbot ist dabei das wohl bekannteste Unterscheidungsmerkmal zwischen dem konventionellen und dem islamischen Bankwesen. Außerdem muss nach dem islamischen Glauben der Muslime jede Transaktion und jede Überweisung für die Beteiligten klar und
nachvollziehbar, frei von extremen Risiken, Glücksspiel, Spekulation und gesellschaftsschädigenden Elementen sein. Investitionen in verschuldete Unternehmen sind im Islam und somit im Islamic Banking nicht erlaubt. Das islamkonforme Bankwesen sieht außerdem ethische Ausschlusskriterien vor: Hierzu zählen unter anderem das Verbot der Investition in Alkoholherstellung und -vertrieb, in die Tabakindustrie, in Rüstungsgüter sowie in die Verarbeitung von Schweinefleisch und den Handel damit.
Ein guter Ansatz. Zwar bin ich nicht der Meinung, dass man sich als Christ an den Koran halten muss und ich möchte nicht werten, ob etwas Böses daran ist in Schweineprodukte zu investieren, aber möglicherweise ist es eine gute Idee, auf derartige Investitionen zu verzichten und das auf alle Arten von Massentierhaltung auszuweiten und auch auf den Aufbau von Großindustrie oder Supermärkten ab einer gewissen Größenordnung (Discounterketten). Die Grundidee ist allerdings nachahmenswert.
Menschen, die Geld übrighaben oder dieses Geld für sich arbeiten lassen wollen, vertrauen dieses einer Bank an. Die Bank muss jede Geldbewegung jederzeit transparent machen und alle Konten der Bank sind Zinsfrei: Das gilt für Soll und Haben Konten. Das Geld liegt in der Bank und es gibt immer einen echten physischen Gegenwert für das Geld. Auch die Gehalts- und Geschäftskonten liegen auf der Bank, sicher im Safe. Die Bank nimmt selbst keine Kredite oder Sicherungsscheine von anderen „Weltbanken“ an. Dieses Geld kann jetzt verliehen werden, z.B. um ein Geschäft zu gründen. Der potentielle Gründer macht eine Präsentation seiner Geschäftsidee und die Bank hilft ihm bei der Umsetzung mit Know How um Fehler zu vermeiden. Jeder Kunde der Bank erhält davon Kenntnis und kann dann z.B. den neuen Firmengründer auch unterstützen oder selbst als Kunden gewinnen,
also gleichzeitig ein Marketing innerhalb von einer Interessengemeinschaft und eine Unterstützung beim Networking. Jedes neue Geschäft erstellt eine Präsentation und diese geht an alle Bankkunden. Stellen wir uns vor, jemand möchte das 8. Steakhaus in einer Straße mit 7 Steakhäusern aufmachen, die alle mäßig laufen, dann findet er vielleicht nicht genug Investoren für sein Projekt. Wenn er aber den ersten Fahrradladen in einem Umkreis von 30 Kilometern gründen will, werden ggf. einige investieren. Es ist das System des Crowdfunding, nur an einer zentralen Anlaufstelle. Jeder der ein Konto an dieser Bank hat, kann dann Geld in das Projekt investieren. Nach einer Anlaufphase wird dieses Geschäft Gewinne generieren und die Bank ist als Partner an diesen Gewinnen mitbeteiligt, das sie vielleicht 49% der Geschäftsanteile hält. Der Gewinn wird dann – auf Dauer an die Investoren fließen, die natürlich weiter investieren werden. Es kommt also zu einem Gewinn ohne Zinsen für beide Seiten. Eine klare Win-Win Situation. Die Bank bietet für Investoren Beteiligungskonten an. In diese Konten kann jeder investieren und sich an Unternehmen beteiligen. Daraus resultierende Gewinne werden an alle ausgeschüttet, die sich beteiligt haben. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das System funktionieren kann. Immobilien werden finanziert, indem das Bank die Immobilie für den Kunden kauft und vorher einen Aufpreis für diese Dienstleistung mit ihm vereinbart. Das könnte auch durch Privatleute erfolgen. Der Kunde zahlt dann regelmäßige Raten an den Geldgeber, es gibt keine Zinsen, keine Vorfälligkeitsentschädigung. Der Geldgeber überträgt im Gegenzug immer mehr Anteile am Haus an den Hauskäufer. Die Bank generiert kein Geld, sondern investiert bei einer garantierten Rendite. Deshalb investieren diese Banken nur in bereits bestehende Wohnungen und Häuser und hilft auch im eigenen Interesse bei der
Preisermittlung. Aus gutem Grund investieren diese Banken niemals in einen Hausbau. Weil die Realkosten nicht kalkulierbar sind. Diese Starthilfe für ethische Bankhäuser würde ich den zu verbietenden unethischen Bankhäusern abnehmen. Da Weltbanken und Zentralbanken in einer freien Welt keinen Platz mehr haben, wird ihr unrechtmäßig über Zinsen und Spekulationen generiertes Geld, den Völkern zurückgegeben und dies ist das Startkapital für die ethischen Banken. Die Privatkonten der Kunden sind unantastbar. Es steht der Bank nicht zu Konten zu sperren oder zu kündigen, weil z.B. der Kontoinhaber zu einer Partei gehört, die der Regierung nicht gefällt. Wenn andere nicht an der gleichen Bank sein wollen, wie z.B. ein Querdenker, dann steht es ihnen frei, ihr Geld zu nehmen und zu gehen. Die „Ehe“ zwischen Bank und Kunden wird auf Dauer geschlossen. Nur der Kunde kann den Vertrag kündigen. Es gibt einfache Grenzen, solange das Kundenkonto ein Guthaben hat, kann der Kunde damit machen was er will. Es gibt keine Kosten für Kontoführung, Überweisung und andere Geldgeschäfte. Diese Kosten deckt die Bank aus Ihren eigenen Gewinnen aus Unternehmen.
Wenn die Bank einen Jahresüberschuss aufweist, der höher ist als die Sicherheitsreserve der Bank, wird diese jedes Jahr an alle Kunden ausgezahlt. In diesem Fall nicht abhängig von der Höhe der Einlagen. Wenn die Bank 1.000.000 Gewinn macht und hat, 1.000 Kunden erhält jeder Kunde 1000€ auf sein Konto. – Die er natürlich wieder investieren könnte, dann werden die Gewinne der Bank ggf. wieder höher werden. PayPal und andere Zahlsystem könnte man ebenfalls über den Verband der ethischen Banken anbieten, kostenfrei und transparent. Auch hier gilt: Ein Kunde kann nie und unter keinen Umständen gekündigt werden. Sein Vermögen kann nie von staatlicher Seite eingefroren werden, denn damit würde man alle Kunden schädigen.
Wenn der Kunde eine Verurteilung wegen eine Kapitalverbrechens oder z.B. Drogen, Waffen oder anderen unethischen Handel erhält, wäre es wirkungsvoll sein Vermögen wieder an die Gemeinschaft umzuverteilen, um sein Kapitalverbrechen zu sühnen. Er selbst bleibt Kunde der Bank und behält eine Startsumme auf seinem Konto, um ein neues und besseres Leben zu beginnen.
Vielleicht sollte jeder neu geborene Mensch automatisch mit einem Guthaben auf die Welt kommen, welches ihm erlaubt, Wohnung, Ausbildung und Grundbedürfnisse zu decken oder zu investieren. Als Starthilfe in das Leben. Ein Leben mit Armut und Schulden zu beginnen, die möglicherweise von den Eltern verursacht wurden, ist keine gute Ausgangslage.
Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Aber mir gefällt die Idee.