LÄSSLICHE SÜNDE
Diese Form der Sünde war mir, als nicht Katholisch erzogenem Christ, neu. Ich musste auch nie Angst vor dem Fegefeuer leben, weil es diese Vorstellung in der evangelischen Kirche genauso wenig gibt, wie in der Bibel.
Auch hier ist der Blick nach Wikipedia erhellend und erheiternd Fegefeuer, selten Fegfeuer (lateinisch Ignis purgatorius oder Purgatorium, „Reinigungsort“, „Läuterungsort“), bezeichnet die Läuterung, die nach einer besonders in der Westkirche entwickelten, theologischen Lehre eine Seele nach dem Tod erfährt, sofern sie nicht als heilig unmittelbar in den Himmel aufgenommen wird. Dieser Zwischenzustand wird gleichnisweise als Ort der Läuterung, gewissermaßen als Intermediär Zone, oder als zeitlicher Prozess vorgestellt. Nachdem die Kirchen der Reformation die Lehre vom Fegefeuer verworfen haben, wird sie heute fast nur noch von der römischkatholischen Kirche vertreten; für die Ostkirchen hingegen hat sie nie größere Bedeutung gehabt. Innerhalb der Dogmatik gehört das Thema Fegefeuer zur Eschatologie, welche Die vier letzten Dinge behandelt: Tod, Jüngstes Gericht bzw. Apokalypse, Himmel und Hölle. Eng mit der Lehre vom Purgatorium verbunden ist jene vom Partikulargericht über die Seele des Einzelnen unmittelbar nach dem Tode. https://de.wikipedia.org/wiki/Fegefeuer
Die Einteilung allein zeigt aber schon, dass auch die Kirche (Siehe auch dieses Kapitel) Angst eingesetzt hat, um Kritik an der Führung durch
eine höhere Macht zu verhindern. Man hat Gott schlicht als Buhmann missbraucht.
Was also sind die lässlichen Sünden? Fragen wir noch einmal Wikipedia: Eine lässliche Sünde (lateinisch peccatum veniale) ist nach Lehre der römisch-katholischen Kirche und der orthodoxen Kirchen eine Sünde, die sich in ihrer Schwere von einer Todsünde unterscheidet. Im Gegensatz zur Todsünde, die einen schweren Verstoß gegen das Gesetz Gottes darstelle und daher die Liebe im Herzen des Menschen zerstöre, bleibt bei der lässlichen Sünde diese Liebe bestehen, die schwere Sünde verstößt aber dagegen.
Die lässlichen Sünden beeinträchtigen die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen in der Weise, dass sie zu Sündenfolgen in der zeitlichen Existenz führen, die im Todesfalle eine Reinigung im Fegefeuer erforderlich machen.
Die schwere Sünde (Todsünde) – als bewusste Abkehr von der Liebe Gottes – bewirkt den Verlust des Standes der Gnade vor Gott. Die Hinwendung zu Gott ist durch vollkommene Reue aber auch in diesem Fall noch möglich. Diese Reue führt zur Wiederherstellung der Taufgnade. Dazu bedarf es in jedem Fall einer Beichte mit Lossprechung durch den Priester. Im Bußsakrament spricht die Kirche dem reuigen Sünder auch dann die Vergebung Gottes zu (durch den Priester, der in persona Christi handelt), wenn die Gewissheit über die Vollkommenheit der Reue fehlt. Diese Gewissheit ist außerhalb des Sakraments nicht zu erlangen. Obwohl die katholische Kirche die Beichte lässlicher Sünden nicht als verpflichtend ansieht, empfiehlt sie sie ausdrücklich:
„Das regelmäßige Bekenntnis unserer lässlichen Sünden ist für uns eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen unsere bösen Neigungen anzukämpfen, uns von Christus heilen zu lassen und im geistigen Leben zu wachsen.“ Die orthodoxen Kirchen sehen dagegen für ihre Beichtpraxis die Unterscheidung zwischen lässlicher Sünde und Todsünde als „unerheblich“ an, da es um die Heilung einer Krankheit und um eine innere Wandlung gehe, bei der der Beichtvater nicht die Funktion eines Richters, sondern eines Arztes habe. https://de.wikipedia.org/wiki/Lässliche_Sünde
Hier also die perfekte Erfindung für den Ablasshandel. Wer bereit ist zu bezahlen, ist für eine gewisse Zeit, wieder ein Mitglied der Gesellschaft. Auch hier bestehen erschreckende Parallelen zur Impfstrategie der Covid – 19 Pandemie. Jede Impfung schafft für eine kurze Zeit wieder Zugang zu Rechten, die man ohne Grund entzogen hat, aber nur so lange, bis die nächste Stufe der Erniedrigung erforderlich ist. Die Menschen werden innerlich gebrochen und sind am Ende nur noch ein Spielball der Mächtigen. Es geht um Erniedrigung und das Alte Spiel: „Master and Servant“