Kapitel 089

LEBEN MIT DER NATUR

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 438–440
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Gott hat offensichtlich Humor und die Ironie der Geschichte wird sein, dass die armen Länder, in denen die Bauern noch mit Vieh und den Händen die Felder bestellen, am Ende die sein werden, die etwas zu essen auf dem Teller haben, während die Industrienationen mit ratlosem Gesicht vor Ihrer Ernte und Saatmaschinen sitze und nicht wissen, wie sie diese ohne Benzin und Strom zum Laufen bringen sollen.

Die „zivilisierte Gesellschaft“ braucht dann dringend das Knowhow der Bauern, die seit Jahrtausenden die Felder ohne technische Hilfsmittel bestellen und die Ernte von Hand einbringen. Die, die man mitleidig belächelt hat, sind die einzigen, die das Wissen um die Erzeugung von Lebensmitteln und das Überleben bewahrt haben, indem sie es von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ein Tansanianischer Bauer kann in Deutschland überleben, ein deutscher Landwirt würde verzweifelt vor einem trockenen Acker stehen, unfähig das Feld von Hand zu bestellen. Der Deutsche Bauer hat die Landwirtschaft sogar studiert, der Tansanianer seit Babyzeiten betrieben.

Das Gespräch wäre kurz der Tansanianer würde einfach sagen:

„Bruder, Theoretisch bist du gut, aber praktisch hast Du keine Ahnung. Wenn DU sagts ich brauche das und das, um etwas zu tun, habe ich es längst geschnitzt oder mit der Hand erledigt.

Ich arbeite täglich körperlich hart und Gott beschenkt mich dafür, Du rufts nach Maschinen und erkennst nicht, dass Dir Gott die Maschinen in Form deiner Hände und Deines Körpers geschenkt hat.

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Der Fortschritt der Industrienationen hat sie unfähig gemacht zu überleben. Sie haben Ihre Fähigkeiten maschinellen Göttern geopfert, um immer höhere Erträge aus dem Boden zu pressen. Die Äcker Europas sind nicht in der Lage Schädlingen zu widerstehen und er Boden ist so ausgelaugt worden, dass er nur noch Frucht bringt, wenn man ihn mit Chemikalien künstlich auf sättigt. Die Designerfrüchte sehen besser aus und sind süßer und „schmackhafter“ aber haben kaum noch Vitamine und Nährstoffe. Die Konsumenten sind schwach, übergewichtig und nicht in der Lage zu kochen, ohne einen Beutel mit einer Fertigmischung zu öffnen.

Die zivilisierte Welt ist so fortschrittlich geworden, dass sie in Gottes Paradiesgarten vermutlich verhungern würde, denn Sie wissen nicht mehr, was es heißt, ein ungedüngtes Feld zu bestellen.

Wir müssen von den Menschen lernen, die wir belächelt haben. Wir

müssen bei Kleinbauern in armen Ländern in die Lehre gehen, die seit

Generationen ihre Familie und ihren Stamm oder Dorf mit Nahrung

versorgen.

Wir brauchen Experten, die sich mit Permakultur beschäftigt haben

und sollten aufhören selbst Gott zu spielen, um neue Pflanzen zu

erfinden. Gott kann es besser und wird sich um uns kümmern, wenn

wir auf ihn hören.

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