Kapitel 014

IST VERMIETER EIN BERUF?

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 84–86
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Nicht jeder Mensch möchte ein Haus bauen, nicht jeder möchte Grund und Boden besitzen. Für Einige ist es auch aus beruflichen Gründen besser, sie können sich Wohnungen oder Büros oder Häuser mieten. Das große Problem daran ist aber, dass es auch hier wieder Menschen gibt, die Häuser und Wohnungen anhäufen, ohne dass sie diese bewohnen oder direkt vermieten wollen. Sie sehen das als Investition für die Zukunft und nehmen damit anderen Menschen die Möglichkeit, selbst Grund und Boden zu erwerben. Aus Sicht der Haus- und Grundbesitzer ist es sicher wünschenswert, die vielen Grundstücke und Immobilien für schlechtere Zeiten zu behalten, aber ist das Glück der frühen Geburt nicht das Pech der späten Geburt?

Wie hätten sich die Frühgeborenen wohl gefühlt, wenn Sie in dem Alter, in dem sie eine Familie gründen wollen, keine Chance mehr bekommen hätten ein Haus zu bauen. Viele Menschen müssen nur deshalb zur Miete wohnen, weil es für sie ein unerreichbarer Traum bleiben wird, selbst ein Haus zu bauen. Die Frage ist, muss das sein? Muss es sein, dass Wohnraum oder Grundstücke zu einem Mangel geworden sind und das große Wohnungsbaugesellschaften den einfachen Menschen die Zukunft beschneiden? Nach meiner Einschätzung nicht. Also zurück zum Anfang des Gedanken: Ja wir brauchen auch Wohnraum zur Miete: Dann ist dies das Geschäft des Vermieters und er kann dort ein Mehrpersonenhaus bauen und die Apartments vermieten. Aber er darf nicht das Recht bekommen, unbegrenzt weiteren Wohnraum zu errichten und Land zu kaufen.

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Nur so lassen sich Strukturen vermeiden, wie wir Sie bis 2022 aufgebaut haben. Also ein leidenschaftlicher Bauherr kann auf seinem eigenen Privatgrundstück wohnen und dort, wenn er möchte eine große Villa hinsetzen, mit Pool, Hubschrauberlandeplatz oder was auch immer er glaubt zum Leben zu brauchen. Er kann zusätzlich ein Haus auf einem Grundstück bauen, was er zu diesem Zweck (für 99 Jahre) erhält und dort ein Mehrfamilienhaus errichten. Wenn er dieses so attraktiv mach, dass dort Menschen wohnen möchten, kann er von diesen Einnahmen leben. Wenn ihm das aus Miteinnahmen erwirtschaftete Geld nicht genügt, kann er sich zusätzlich gerne zusätzlich für eine Anstellung bewerben. Er könnte auch ein neues Gewerbe eröffnen, welches nicht mit dem Erstgewerbe in direkter Konkurrenz oder Abhängigkeit steht. Konkret: Er dürfte sich selbst keine Rechnungen schreiben, oder das gleiche Gewerbe oder Zulieferbetriebe Gründen.

Konkretes Beispiel: Es wäre nicht erlaubt ein Unternehmen für Autos zu haben, eines Für Reifen, eines für Lichtmaschine etc. Für das Immobilienbeispiel, darf man nicht gleichzeitig Vermieter und Raumausstatter, Heizungsbauer oder Maurer sein.

Man könnte aber als Vermieter, Abends in der Bar am Hotel arbeiten, Morgens an der Uni Vorträge halten und Mittags als Kunstmaler Gemälde erstellen, ferner die eigene Lebensphilosophie als Buchautor aufschreiben und Buchlesungen sowie Verkäufe generieren.

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