Kapitel 018

LEBEN OHNE WAFFEN? (GEHT DAS?)

Dr. Bodo SchiffmannGeschrieben Juli–September 2022Originalseiten 98–102
LesenBuch kaufen ↗
Seite 98

Um es kurz zu machen: Ich glaube nicht! Es gibt’s sie schon zu lange und wenn am Ende jemand nicht alle Waffen abgibt und eine ausreichende Menge behält, dann ist er in der Lage, andere damit unter Druck zu setzen oder sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Es gibt leider schon zu viele Waffen auf der Welt, um zu erwarten, dass jeder an ein Leben ohne Waffen glauben würde. Wenn es also kaum eine Möglichkeit gibt, Waffen allgemein zu verbieten oder entfernen, dann muss man sich überlegen, wer Waffen führen oder besitzen darf oder nicht. Ist die bisherige Regel gut, dass die Staatsgewalt Waffen führen darf, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Ist es wichtig, dass die gleiche Organisation regeln darf, wer darüber hinaus, z.b. aus beruflichen Gründen, (Jäger, Förster, Sportschützen, vielleicht Tierärzte, Detektive, Personenschutz, Gebäudeschutz etc), Waffen kaufen, besitzen und führen darf. Das Argument ist, dass hierdurch Terror und Amokläufe verhindert werden können. Nach den ungezählten Waffenlieferungen in die Ukraine, kann allerdings jeder, ohne viel know-how Waffen auf dem Schwarzmarkt erwerben, die sich dieser Kontrolle vollständig entziehen und diese Waffen benutzen, um z.B. Straftaten zu begehen. Eine Kontrolle ist längst nicht mehr möglich. Es war schon vorher verhältnissmässig einfach an Waffen zu kommen, jetzt ist es ein Kinderspiel. Alternativ, wäre es nicht sinnvoll, jedem zu erlauben eine Waffe zur Selbstverteidigung zu erwerben, wie dies seit Jahrhunderten in den USA durch den ersten Verfassungszusatz garantiert wird. Warum gibt es diesen Verfassungszusatz überhaupt? Weil die Einwanderer in Amerika menschen sind, die man wegen Ihrer Religion

Seite 99

oder Einstellung in anderen Ländern vertrieben und verfolgt hat. Daher wollten Sie eine Vorkehrung treffen, dass der Staat nicht noch einmal mehr Macht bekommt als sie selbst. Es war und ist ein Selbstschutz für Minderheiten. Trotz des Rechtes Waffen zu tragen, hat nicht jeder in den USA von diesem Recht Gebrauch gemacht, manche Studien zeigen sogar, dass die Waffengewalt im Verhältnis zu den vorhanden Waffen, sogar eher geringer ist. Ein Waffenträger wird sich hüten, einen gleich starken Waffenbesitzer anzugreifen oder Gewalt auszuüben. Wenn es in einer Demokratie zu einem verdeckten Staatsstreich gekommen ist, wie dies in der Zeit zwischen 2019 und 2022 in Deutschland passiert ist, dann versucht die Regierung als erstes die privaten Waffenbesitze so weit wie möglich einzuschränken. Auch die Geschichte zeigt, immer wieder, dieses Muster und Vorgehen. Wenn man aber unumstößlich jedem einzelnen das Recht auf Waffenbesitz einräumen würde, dann kommt es vielleicht zu einem Kräftegleichgewicht. Auch Regierungen könnten dann durch das Volk kontrolliert werden, wenn die Gewalt nicht nur vom Staat, sondern vom Volk ausgeht. Beispiele, dass das funktioniert, gibt es weltweit genug, genauso wie den Versuch der Regierungen, die alleinige Kontrolle über Waffen zu erhalten. Damit gibt es aber kein Gegengewicht mehr. Alles im Leben sollte im Gleichgewicht sein (Ying und Yang). Keiner hat Waffen, alle haben Waffen. Die Länder ohne gleichwertige Waffensysteme wurden in der Weltgeschichte immer von den Ländern mit dem großen Militär unterdrückt. Für das Zivilleben gilt hier ähnliches. Daher war es in Kanada und Australien und Frankreich erheblich leichter im gesamten Land die gleichen Maßnahmen umzusetzen, wie in Amerika. Gott sei Dank war das den Vereinigten Staaten nicht möglich, obwohl der Präsident ein Hardliner war. Diesem Umstand ist es zu verdanken,

Seite 100

dass wir heute genau zeigen können, dass die gegen die die Plandemie ausgerufenen Maßnahmen niemals einen positiven Effekt gezeigt haben, das genaue Gegenteil ist der Fall.

Obwohl ich mich selbst als Pazifist bezeichne und ein überzeugter Kriegsdienstverweigerer bin, habe ich mich nie gegen Waffenbesitz ausgesprochen, noch nicht einmal in meiner Verweigerung (Als ich im wehrpflichtigen Alter war, musste man die Verweigerung noch schriftlich begründen). Ich habe nur gesagt, wenn ich mich in einer Verteidigungssituation für mich oder meine Familie befände und hätte eine Schusswaffe, dann würde ich diese ggf. zu meiner oder der Verteidigung anderer einsetzen. Aber ich werde nicht die Waffe auf jemand richten und abfeuern, weil mir jemand den Befehl dazu erteilt. Ich ziehe nicht für Politiker in den Krieg. Ich habe mich in meiner Verweigerung auch für Sportwaffen ausgesprochen und kann verstehen, wenn jemand leidenschaftlicher Sportschütze ist. Auch habe ich keine Vorbehalte gegen Jäger.

Ich habe mir oft überlegt, wie es wäre, wenn eine gute Fee käme und mir drei Wünsche geben würde. Einer meiner Wünsche wäre gewesen, dass sich alle Massenvernichtungswaffen in Schokolade verwandeln würden und immer, wenn jemand eine neue Waffe baut, würde sie sofort wieder zu Schokolade werden.

Damit kommen wir zu einem weiteren Thema und das sind schwere Waffen. Wenn sich diese Welt wandelt, dann wird dies überall geschehen und es sollte versucht werden, alle schweren Waffensysteme abzuschaffen und zu vernichten. Die Rüstungsindustrie für große Waffen würde ich komplett verbieten. Es dürften keine Fabriken mehr schwere Waffen herstellen und erst Recht nicht liefern.

Seite 101

Der internationale Waffenhandel, ist neben der Pharmaindustrie, einer der Hauptstandbeine der Globalisten, die gerne eine New World Order etablieren würden. Dieses Vorhaben werden wir verhindern und diese Einnahmequelle ein für alle Mal vernichten. Jetzt werden manche denken: „Wenn ein Land keine Waffen hat, wird es doch überfallen und angegriffen“. Nun es lohnt sich, das Militär von Tansania und dessen Ausstattung, mit den Militärs der anderen afrikanischen Staaten zu vergleichen. Es gibt faktisch keine schweren Waffen in Tanzania! Jetzt kommt das kuriose: Tanzania gilt als friedlichstes und sicherstes Land in Afrika. Wie schon in anderen Kapiteln dieses Buches drängt sich hier wieder einmal die Frage auf:

Wer ist hier eigentlich das Entwicklungsland, welche Kultur ist die Hochkultur und welche Zivilisation ist zivilisiert.

Zum Kapitelanfang ↑