Kapitel 045

Samuel Eckert

Dr. Bodo Schiffmann2. Auflage · September 2021Originalseiten 179–182
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Samuel Eckert ist laut T-Online der apokalyptische Posterboy der Coronainfo-Tour. Es ist das Verdienst von Samuel, aufgedeckt zu haben, dass die angegebenen Zahlen des Robert Koch-Instituts nicht stimmen, da er sich damit beschäftigte, wie hoch die Fehlerquote für falsch positive Testergebnisse bei den PCR-Tests ist. Samuel ist ein Freak. Er ist wie ein hyperaktives Häschen aus der Batterien-Werbung und es kommt durchaus vor, dass er die gesamte Nacht, während Wolfgang und ich im Bus schliefen, irgendwelche Sitzungen machte oder Videos produzierte. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und hat viele eigene Unternehmen, die er seiner Aufklärungsarbeit unterordnete. Mir fiel Samuel mit seinen Erklärvideos zu der Fehlerquote des PCR-Testes auf. Dann sah ich ihn in Darmstadt bei Querdenken auf der Bühne und war sehr beeindruckt, wie er ohne Textvorlage eine extrem fesselnde Rede hielt. Er ist ein sehr erfahrener Redner und weiß eine Bühne zu nutzen. Sehr beeindruckend nutzt er diese in der gesamten Breite aus, bleibt nicht statisch, kann frei reden, ohne viele Phrasen zu benutzen, und er kann die Menschen fesseln. Er ist sicherlich einer der besten Redner, die die Aufklärungsbewegung 2020 hervorbrachte. Es kann daran liegen, dass er als Prediger bei der Adventisten-Gemeinde viel Erfahrung in freier Rede bekam. Samuel spielte eine sehr wichtige Rolle bei der Coronainfo-Tour, denn er glättete immer wieder die Wogen, wenn Wolfgang oder ich eine etwas aggressivere Rede geführt hatten. Samuel kennt die Bibel wie seine Westentasche und so ähnlich, wie ich einen Liedtext aus dem Hut zaubere für jede Situation, kennt Samuel die richtige Bibelstelle und zitiert sie wortfest. Er ist kein Fanatiker, er akzeptiert, wenn andere Menschen anders leben. Er ist extrem konsequent. Samuel trinkt keinen Alkohol, ist Veganer und das zieht er durch. Ich glaube, das ist für ihn eine Art Training. Er isst kein Fleisch, weil er beschlossen hatte, dass er kein Fleisch isst. Aber er ist dabei nicht penetrant oder unangenehm oder erwartet, das andere dasselbe tun wie er. Im Gegenteil, er gibt manchmal zu, dass er jetzt richtig Lust hätte, in diese Wurst zu beißen. Aber tut es nicht. Samuel trägt keine Maske, aus religiösen Gründen. Das ist ihm wichtig, das ist beeindruckend. Ich ziehe durchaus mal eine Maske auf, um Stress aus dem Weg zu gehen. Ich nehme dann halt eine Diktaturmaske, um bei der Gelegenheit eine Botschaft zu überbringen. Samuel nicht. Gott hat jedem Menschen eine besondere Gabe gegeben, Samuel ist ein Prediger. Er ist ein Geschichtenerzähler, der Menschen fesseln kann, und er ist ein Lehrer, der Menschen unterrichten kann.

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Abbildung aus dem Buch, Originalseite 180
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Samuel Eckert und Bodo Schiffmann

So ähnlich wie bei Daniel Langhans haben die Eltern von Samuel mit seiner Namensgebung etwas bewirkt. Samuel war in der Bibel ein Prophet und der letzte Richter Israels. Es gibt ein eigenes Buch Samuel. Interessanterweise erinnere ich mich nicht daran, dass Samuel aus diesem Buch jemals zitiert hätte. Dieser Prophet findet sich sogar in Korankommentaren. Samuel in der Bibel sagte den Israeliten, sie sollten aufhören, an fremde Götter zu glauben und ihr Herz dem wahren Gott zuwenden. Er war es auch in der Bibel, der König David zum König salbte. Samuel setzte in der Bibel mehrfach Entscheidungen von Gott um, die ihm nicht gefielen und sprach auch kritisch mit Gott darüber. Aber er gehorchte Gott.

Auch Samuel ordnet sein Leben Gott unter. Und wenn er einem erzählt, was er früher so alles trieb, dann wurde er vom Saulus zum Paulus. Samuel hat eine mitreißende Energie. Er versteht es, seinen Weg zu gehen und andere zu motivieren. Auf der Bustour gab es ein paar Mal Momente, wo wir einfach dachten, wir kämen nicht weiter.

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In diesem Moment ist Samuel ein unerschrockener Motor, der seinen Weg weitergeht. Wir interpretieren die Bibel zum Teil unterschiedlich. Wir sind keineswegs einer Meinung, was ihre Auslegung angeht, das macht es sehr interessant. Ich mag Samuel, er ist wichtig und er hat eine Botschaft.

Alle Busketiere haben etwas gemeinsam. Wenn wir zu einer Veranstaltung fuhren, wussten wir noch nicht, was wir sagen sollen. Wir hatten keinen Plan, vielleicht hatten wir kurz vorher etwas gelesen. Wir bereiteten keine Reden vor, sondern erhielten die Worte. Wir stiegen aus und wir wussten automatisch, was wir zu sagen hatten. Es passte immer, wir ergänzten und unterstützten uns gegenseitig. Wir hörten uns zu und lernten voneinander. Das ist anders als im Bundestag. Die einzelnen Redner hören sich gegenseitig nicht zu, sie lesen ihre von jemand anders vorbereitete Rede vor und sie interessieren sich nicht für das, was der Vorredner gesagt hat. Ich glaube der Weg, den wir beschritten haben, den anderen gewähren zu lassen und ihm zuzuhören und trotzdem mit einer Zunge zu reden ist bemerkenswert und vielleicht einmalig.

Lieber Samuel, für mich trägst du den richtigen Namen und bist in der Nachfolge eines großen Propheten. Ich bin froh, dass es dich gibt.

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