Ein Vorwort von Jens Lehrich
„Es kommt nicht darauf an, wie ein Mensch stirbt, sondern wie er lebt.“
Dieses Zitat des englischen Schriftstellers Samuel Johnson spricht eine universelle Wahrheit aus, die wir in unserer technokratischen Gesellschaft weitestgehend verdrängt haben. Mit dem Tod als unsichtbare Drohkulisse lassen sich ganze Völker in Angst und Schrecken versetzen und viele Regierungen haben seit jeher verstanden, dass ein ängstlicher Mensch gut steuerbar ist.
Aber es muss gar nicht gleich die Furcht vor dem physischen, dem endgültigen Tod sein, der uns zu Hause bleiben lässt und uns handlungsunfähig macht. Die Angst vor dem gesellschaftlichen Tod, den Job, unsere wirtschaftliche Basis, Freunde und Bekannte zu verlieren reicht aus, um paralysiert wie das Kaninchen vor der Schlange nahezu alles zu akzeptieren, was von uns verlangt wird: Masken aufsetzen, Abstände einhalten, sich ständig testen lassen und im Lockdown auch nach 21 Uhr zu Hause bleiben, weil der Staat es so möchte. Und das alles aufgrund wissenschaftlicher Aussagen von Experten und Institutionen, die schon 2009 bei der Schweinegrippe eine ähnliche Panikwelle erzeugt und sich damals kolossal geirrt haben. Der arte-Dokumentarfilm Profiteure der Angst ist in diesem Zusammenhang sehr zu empfehlen.
Nein, ich bin kein Coronaleugner und gehöre auch keiner Organisation oder Partei an, ich bin weder rechts noch links, nicht oben und nicht unten. Ich bin gelernter Journalist und versuche mit möglichst viel gesundem Menschenverstand durchs Leben zu gehen. Und eben dieser verhindert es, zu glauben, dass uns eine Regierung vor einem Virus schützen möchte, wenn sie gleichzeitig in Kauf nimmt, dass durch massive Kollateralschäden viel mehr Elend und Leid angerichtet wird als durch diesen unsichtbaren Feind.
Laut Zahlen der UNO sind in den ärmsten Ländern dieser Welt allein 150 Millionen Kinder mehr durch die Lockdowns in Armut gestürzt worden. Wenn es also darum geht, Menschen und ihre Gesundheit zu schützen, warum sind diese Kinder es dann nicht wert, die Radikalität der Maßnahmen grundsätzlich in Frage zu stellen? Ist es von der Politik nicht gar menschenverachtend, dies zu unterlassen?
Dieses alles schicke ich vorweg, weil es deutlich macht, wie wichtig Ärzte wie Dr. Bodo Schiffmann für unsere Gesellschaft sind. Menschen, welche sich nicht von der Angst leiten lassen, alles zu verlieren, sondern mutig und entschlossen handeln. Die sich in den vergangenen anderthalb Jahren unermüdlich für die Erhaltung unserer demokratischen Grundordnung eingesetzt haben und dabei alles aufs Spiel gesetzt haben.
Ich will ganz ehrlich sein: als Bodo Schiffmann mich fragte, ob ich ein Vorwort zu diesem neuen Buch schreiben würde, sagte mein Herz sofort „Ja“, doch mein Verstand zuckte kurz und mahnte zur Vorsicht. Schon einmal habe ich im vergangenen Jahr wirtschaftliche Konsequenzen von Auftraggebern zu spüren bekommen, weil ich eben genau das mache, was ich als gelernter Journalist und Redakteur besonders in einer Krise für essenziell halte: Mit kritischen Journalisten, Ärzten und Wissenschaftlern zu sprechen, nicht über sie.
Ein Zitat aus dem Internet, das dem Autor Frank Lübberding zugeordnet wird, bringt die derzeitige Situation gut auf den Punkt:
„Einige Wissenschaftler deklarierten, was Wissenschaft ist – nämlich nur ihre jeweilige Position. Medien sorgten für die nötige Reichweite, indem sie Gegenpositionen als unwissenschaftlich und gefährlich abqualifizierten. Das hatten schließlich die von ihnen zitierten Wissenschaftler so gesagt. Die Politik wiederum legitimierte ihre Entscheidungen mit den Einschätzungen jener Wissenschaftler, die das sagten, was die Politik aus unerfindlichen Gründen hören wollte.“
Bodo Schiffmann lässt sich all das von Anfang an nicht bieten. Er recherchiert unermüdlich in Sachen Corona und erreicht mit seinen Internetauftritten schnell ein großes Publikum. Dass er dabei kein Blatt vor den Mund nimmt und stets deutlich ausspricht, was er denkt, mögen einige kritisieren, ihn jedoch öffentlich als „eine der Führungsfiguren der Corona Leugner Szene“ (Wikipedia) zu brandmarken und ihn damit verbal und zwischen den Zeilen in die Nähe irgendeiner Form von Extremismus zu bringen, ist absurd. Wer Bodo Schiffmann persönlich kennenlernt, ihn erlebt, mit ihm spricht und Zeit verbringt, der weiß, dass sein Handeln nicht von Größenwahn oder Gier, sondern maßgeblich von Frieden, Freiheit und Liebe zu den Menschen geprägt ist.
So wird am Ende unseres Lebens jeder von uns in den Spiegel schauen und sich die Frage stellen müssen, wo sie oder er war, als 2020/21 die Demokratie in Deutschland mit großen Schritten abgebaut wurde. Bodo Schiffmann jedenfalls kann in diesem Punkt sicher sein, das Richtige getan zu haben: Er hat aus moralischer Verantwortung und seinem Herzen gehandelt, weil er ein Herzensmensch ist. Ob er dabei alles richtig gemacht hat? Ganz sicher nicht – aber wer hat das schon? Ob er dabei für die Erhaltung der Grundrechte, der Freiheit und der Menschlichkeit alles gegeben hat? Ganz sicher ja. Ich jedenfalls bin ihm dankbar dafür und wünsche mir, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger begreifen, dass nicht Menschen wie Bodo Schiffmann das Übel unserer Gesellschaft sind.
Ein universelles Gesetz besagt: Die Lüge kann sich auf Dauer niemals durchsetzen, es ist immer die Wahrheit, die gewinnt. Wie lang dieser Prozess noch dauert? Es kann in 10 Jahren vorbei sein oder morgen. Jeder von uns kann dabei helfen, diesen Weg zu beschleunigen. Hören wir auch weiterhin kritischen Menschen zu, schließen wir sie nicht aus, heißen wir sie willkommen – auch oder gerade, wenn starker Gegenwind bläst. Indem wir bereit sind, grundsätzlich empathisch zu bleiben, auch wenn es manchmal weh tut.
Mut und Ehrlichkeit werden vom Leben am Ende immer belohnt. Denn wie sagte noch Samuel Johnson ...
„Es kommt nicht darauf an, wie ein Mensch stirbt, sondern wie er lebt.“
Starten wir gleich heute damit!
Jens Lehrich Moderator