Mein Handwerkszeug
Mein Handwerkszeug sind Bücher, Bücher über Redekunst, Bücher über Behandlungsmethoden, Bücher über Verhörmethoden. Ich las Bücher darüber, wie man Menschen manipuliert, wie man eine Verhandlung erfolgreich zu seinen Gunsten entscheidet, welche Tricks benutzt werden, um Menschen auf die falsche Fährte zu locken. Ich lernte, dass es verschiedene Sprachen gibt, den sogenannten High-Talk und den Low-Talk, und ich kann die verschiedenen Sprachstile anwenden und sehr schnell wechseln. Ich weiß, welche Fehler man gerne in Interviews macht und ich weiß, wie man seine Kompetenz darstellen kann.
Ganz wichtig für mich ist, dass ich einen tiefen Einblick in nahezu alle Weltreligionen gewann. Ich kenne die Bibel sehr gut, ebenso die buddhistische Philosophie und ich lernte viel über den Koran. Ich beschäftigte mich intensiv mit Philosophen aus allen Zeitaltern, weiß, was Atheisten antreibt und dass sie in Wirklichkeit keine sind. Ich verstehe, wie verschiedene Kultformen funktionieren, inklusive Satanismus und Hexerei. Ich beschäftigte mich mit der Kunst des Krieges und mit Gesetzen. Ich kann einen Reichsbürger von einem Nationalsozialisten und einem Monarchisten unterscheiden und bin mittlerweile auch recht gut bewandert im Völkerrecht.
Dazu kommt, dass ich als Kind der Computergeneration in der Lage bin, zielgerichtet im Internet zu recherchieren, Datenbanken zu nutzen und sie im Zweifelsfall selbst über SQL abzufragen. Ich verstehe viel von Computertechnik und ich verstehe etwas von Illusionen, denn ich habe lange als Zauberer gearbeitet und bin es auch gewohnt, auf einer Bühne zu stehen.
Für all das sind meine Grundlage Bücher. Auch durch die hervorragende Möglichkeit, sich Bücher als Kurzfassung anzuhören, kann man sehr schnell sein Wissen erweitern, in jeder Hinsicht. Ich nutze auch gerne die modernen Medien. Dazu gehören auch YouTube-Videos, denn es gibt Menschen, die sehr gut erklären können und denen man leicht folgen kann. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und deswegen habe ich YouTube ja auch selbst genutzt, um Menschen zu informieren. Eines mache ich nicht: Seit mehr als vier Jahren schaue ich kein Fernsehen, ich höre keine Nachrichten und ich lasse mich nicht von

Bodo Schiffmann während einer Live-Schaltung
einem Bildschirm manipulieren. Ich nutze mein Smartphone und bin von den Möglichkeiten, die es mir bietet, begeistert. Denn hierdurch habe ich das Wissen der Welt auf meinen Fingerspitzen.
Aber ich lernte auch, dass ich Quellen nicht vertrauen kann, die ich früher als zuverlässig einstufte. Damit meine ich nicht nur Lehrbücher, die allein schon in dem Moment, wo sie rauskommen, wieder veraltet sind, sondern insbesondere auch Quellen wie Wikipedia. Wikipedia ist ein Online-Nachschlagewerk, von dem ich dachte, es lege Wert darauf, objektive Daten zu sammeln, sodass jeder Mensch ständig ein vollständiges Lexikon zur Hand hätte, das immer weiterwächst. Seit
ich selbst einen Eintrag in Wikipedia habe und sehe, was dort über mich geschrieben wird, weiß ich allerdings auch, dass wir uns weit entfernt von jeglicher Objektivität bewegen. Es gibt ein paar tolle Dokumentationen über Wikipedia, die die andere Seite der Wikipedia beleuchten; die wichtigste findet sich auf der Internetseite wikihausen.de. Der Betreiber dieser Seite gehört genauso zur Wahrheits-Bewegung wie ich. Markus Fiedler ist einer der Menschen, die ihren Beruf verloren, weil sie sich trauten, selbst zu recherchieren, eine eigene Meinung zu haben und diese auch kundzutun. Ich möchte viele Menschen ermutigen, sich selbst fortzubilden, Bücher zu lesen, aber diese Bücher auch kritisch zu hinterfragen. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür dafür, welches Buch einen weiterbringt und welches Buch nur abgekupfert wurde. Nach einer gewissen Zeit erkennt man eine Grundstruktur. Die Grundstruktur der meisten Philosophien, Motivationsbücher und auch Erfolgsratgeber ist immer dieselbe: Das Wichtigste ist, an sich selbst zu glauben, sich ein Ziel zu setzen und gezielt auf dieses Ziel hinzuarbeiten, nicht nachzulassen, wenn man einen Rückschlag erhält, sondern weiter voranzuschreiten und nicht zu versuchen, alles allein neu zu erfinden. Es hilft, wenn man sich mit anderen Menschen austauscht und ihre Meinung auch zulässt. Visualisierung, Ziele setzen und insbesondere Respekt, Demut und Liebe sind die Schlüssel, mit denen man alles erreichen kann, was man will. Es macht Freude, jeden Tag neues Wissen zu bekommen. Nach dem ersten Schreck, dass vieles von dem, was man uns beibrachte, nur ein Zerrbild ist, eine virtuelle Welt, in der wir uns bewegen (man könnte sie mit der Matrix von den Wachowski-Brüdern vergleichen), macht es Spaß, diese Illusion selbst aufzulösen und an einer neuen Wirklichkeit zu arbeiten – und dazu möchte ich alle einladen.
Trau dich, selbst Teil dieser Veränderung zu sein. Bring deinen Kindern bei, skeptisch zu sein, zu hinterfragen und ihrem eigenen Bauchgefühl zu gehorchen. Lehre sie, sich selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken als ihren Lehrern. Viele Lehrer im Laufe der Geschichte haben eher Wege gepredigt. Bringe ihnen bei, selbst zu denken und quer zu denken. Wenn wir es nicht schaffen, unsere Denkstrukturen grundlegend zu ändern und zu verlassen, brauchen wir nicht zu glauben, dass wir irgendetwas ändern werden. Dann werden wir immer wieder dieselben Fehler machen und keinen Fortschritt erzielen. Wir können von den Kindern lernen. Wir müssen wieder lernen zu fantasieren, zu träumen, zu visualisieren, dann gibt es kein Problem, das wir nicht lösen könnten.