Ein Vorwort von Dr. Daniel Langhans
Lasst uns beginnen mit einer Frage: Ist es so, dass Gut und Böse einander als zwei Mächte oder Prinzipien gegenüberstehen? Dass die Geschichte der Menschheit aus dem permanenten Kampf zweier gewaltiger Energien besteht oder gegebenenfalls gar durch diesen Kampf vorangetrieben wird? – Naheliegend erscheint es, so zu denken.
Seit März 2020 haben wir erlebt, wie die ganze Welt einem Narrativ unterworfen wird: Ein lebensgefährlicher Erreger sei im Umlauf, der die gesamte Menschheit dem, ggfs. gar qualvollen, Tod ausliefere; sofern verantwortliche Staatslenker und Publizisten und Klinik-Chefs und Behördenleiter nicht rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen – so hieß es.
Wir wissen: Die Corona-Lüge, also die Behauptung, dass der Menschheit mit einer nie nachgewiesenen Mikrobe eine größere Gefahr für Leib und Leben drohe als bisher durch vergleichbare Erreger in der Geschichte, hat sich – obwohl wissenschaftlich widerlegt – in der Öffentlichkeit durchgesetzt.
Ausschlaggebend für diesen – vorläufigen – Sieg der Unwahrheit war, dass mit „Mainstream“-Macht über die gesamte Menschheit eine Glocke gestülpt wurde: Die Glocke der Desinformation, der „Propaganda“ (Bernays), ja, der psychologischen Kriegsführung. Die Wirkung ebenso eindeutig wie heftig: Hohe emotionale Mauern trennen die Menschen, Familien und langjährige Freundschaften sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Spaltung regiert.
Hat also das (bzw. der) Böse im ewigen Zweikampf gesiegt? Ist die entstandene Situation ein erneuter Beweis dafür, dass sich Gut und Böse einander wie im Box-Ring gegenüberstehen und mal der eine, dann wieder der andere einen Wirkungstreffer oder Knockout erzielt ...?
Schauen wir genauer hin: Menschen wie Wolfgang Wodarg, Sucharit Bhakdi und Bodo Schiffmann – um nur drei von so vielen unerschütterlich Unerschrockenen zu nennen, die uns in dieser Zeit geschenkt wurden – haben gezeigt: In ihnen ist eine Kraft spürbar, eine Energie wirksam: „Das Freiheits-Virus ist ausgebrochen!“ (Michael Ballweg)
Offenkundig gibt es sie, die gute Kraft, die im Menschen wirkt. Im Kreis der Wahrheits-Bewegung spricht man von den „positiven Energien“.
Dies festzuhalten, könnte dafürsprechen, dass das Bild vom „Ewigen Zweikampf“ stimmt: Der eine Mensch sei mehr für diese, der andere Mensch mehr für jene Kraft bzw. Energie empfänglich. Ziehen wir den Gedanken weiter durch, dann wäre es – zufälliges – Glück für den einen, der im tendenziell guten, Pech für jenen, der im mehrheitlich schlechten Seele-Körper-System auf die Welt gekommen ist ... – Trifft das zu?
Wir kennen Michael Ende: Unvergessen seine „Jim-Knopf“-Werke. Wer erinnert sich? Wo sind die Piraten zuhause, wo steht ihre Heimatfestung ...? Richtig ... im „Land, das nicht sein darf“ ... – Warum benennt der Kinderbuchautor das Land der Schurken in dieser Weise? Was will er uns sagen, mit dem „Land, das nicht sein darf“? Nun, von Philosophen lernen wir: Das Gute ist das, was sein soll; das Böse ist das, was nicht sein darf. Gut ist das, wofür ich mich entscheiden soll; böse das, was ich nicht soll.
Wichtig zu wissen: „Sollen“ bedeutet nicht „müssen“: Was ich tun „muss“ (z. B. beim Einkaufen eine Maske tragen), wird mir durch Zwang auferlegt. Das hingegen, was ich tun, wofür ich mich entscheiden „soll“, ist in meine Entscheidungs-Freiheit gelegt. Das „Müssen“ ignoriert die Freiheit – durch Druck und Zwang. Das „Sollen“ hingegen ist symbolisiert durch einen Apfel, der am Baum etwas höher hängt: Wenn ich ihn pflücken will, ist dazu ein Sich-Ausstrecken erforderlich; ein Überwinden von dem, was uns „runterzieht“ ... So ist das Gute buchstäblich erreichbar. Es ist nichts Abstraktes. Im Menschen gibt es ein eigenes Organ dafür. Hören können wir die Stimme des Guten im Gewissen. In jedem Augenblick erinnert uns das Gewissen an das, was genau jetzt zu entscheiden ist. Wie entscheide ich mich, wenn sich die Stimme meldet? Eine Richterin in einem Masken-Prozess beispielsweise: Entscheidet sie nach dem, was die politischen Kräfte hinter ihr erwarten? Weil diese über ihre Beförderung entscheiden werden? Oder entscheidet sie – wirklich unabhängig – danach, wozu sie gemäß dem Guten und dem Recht (was nicht immer übereinstimmt, wie wir wissen ...) verpflichtet ist?
Das Gute ist vergleichbar dem in großer Höhe hängenden Apfel. Nicht selten sind, damit das Gute real wird, hohe Widerstände zu überwinden. Wer weiß, dass er damit seiner Karriere schadet, wenn er einen Masken-Verweigerer, der gesundheitliche Gründe oder gar Gewissensgründe glaubhaft gemacht hat, freispricht (auch, weil er ihm nicht das Gegenteil beweisen kann), steht vor der Entscheidung: Für die eigene Karriere oder für das Gute. Oft ist es mit Mühen verbunden, den Weg des Guten zu wählen: Nicht selten gilt es Widerstände zu überwinden. Somit ist es einer Umwandlung, einer Transformation vergleichbar, das Gute wirklich zu machen, aus der Möglichkeit in die Wirklichkeit hereinzuholen. Ist das nicht eine wahrhaft königliche Aufgabe für uns Menschen? Wem außer uns Menschen ist das gegeben? Vielleicht war das gemeint, wenn vom Menschen als „Krone der Schöpfung“ gesprochen wurde?
Welche – wahrhaft menschliche – Größe von denen, die sich, ohne Rücksicht auf die höchst schwierigen Konsequenzen für sich selbst, in dieser „Corona“-Zeit für das Gute entschieden haben: Sie haben damit dem Guten selbst zur Realisierung verholfen: Sie haben das Gute aus der Höhe des Möglich-Seins in das Wirklich-Sein heruntergeholt. Darin sind sie, bleiben sie Vorbild. Denn auch für das Gute gilt: Es steckt an ...
Und so zeigt sich gerade in unserer historischen Phase, was schon Goethe seinem Mephisto in den Mund legte: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ – Sprechen wir es noch deutlicher aus: Die Verschwörer der Corona-Lüge (und all dessen, was daraus hatte folgen sollen: Überwachung, Gedanken-Steuerung, Transhumanismus, Separierung, Liquidierung u.v.a.m.) haben in vielen Menschen das Gute erweckt, die Kräfte zum Guten herausgefordert.
Für das Gute „sollen“ (nicht „müssen“, s.o.) wir uns nicht deshalb entscheiden, weil es uns damit besser geht; oder weil wir dadurch mehr vom Leben haben; oder weil dadurch unsere Persönlichkeit entfaltet wird, sondern: weil es gut ist. Ja, dieser Satz drückt es wohl am besten aus: Die Hoheit des Guten selbst ist es, die uns fordert und bindet. Wie wir gerade aus unseren Erfahrungen im Corona-Totalitarismus wissen, ist das Wirklich-Machen des „Guten“ oftmals mit äußerst unangenehmen Konsequenzen verbunden. Im Gegenteil: Die Nachteile,
die wir uns einhandeln, können heftig werden. Die Lehrerin, welche es wagt, die ihr anvertrauten Kinder vor dem Trauma der Maske zu schützen, riskiert, ihre Anstellung zu verlieren.
Alles Hohe, was in der Menschheitsgeschichte jemals ins menschliche Bewusstsein Eingang fand, ist auch zum Joch für sie geworden. Alles Edle hat auch Leid gebracht. Pointiert kann man sagen: Werte sind Leiden. – Ahnen wir von hier aus die Größe des Gedankens, dass Gott den Menschen durch Sein eigenes Leiden erlöst hat?
Und doch überwiegt rückblickend das Wissen, die Freude, ja das Glücksgefühl, es buchstäblich „richtig“ gemacht zu haben. Viktor Frankl (1905 – 1997), der Psychologe und Psychotherapeut, der als einer von wenigen das Lager von Auschwitz überlebte, hat uns – sein berühmtes Buch dazu trägt den deutschen Titel „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ – dazu einen Tipp auf den Weg gegeben. Immer, wenn wir vor einer schweren Entscheidung stehen, können wir fragen: Wie will ich am Ende meines Lebens, wenn ich auf diesen Moment zurückschaue, jetzt entschieden haben?
Von Gott war schon kurz die Rede. Für einen gläubigen Menschen ist das Gute nur ein anderer Name für Ihn. Gott ist das Gute – und „gut“ nannte er alles, was er geschaffen hatte. Das „Böse“ hat keine eigene Substanz, kein eigenes Wesen, keine eigene Kraft. Sondern „böse“ nennen wir den Willen, der sich gegen Gott stellt und sich von dem eigenen Lebensprinzip, von der eigenen Lebens-Energie abwendet. Und so kann das Böse auf Dauer keine Chance haben. Denn es steht nicht auf einer Ebene mit dem Guten. Viele Menschen gibt es, die Gott nicht kennen ... und doch gut handeln: Jene, welche die Stimme des Gewissens nicht „Gott“ nennen. Auch sie sind einbezogen, wenn es jetzt bald, nach Überwindung dieses globalen Terror-Regimes, darum gehen wird, an der lebenswerten Zukunft für alle Menschen mitzubauen.
Eine Möglichkeit haben wir jetzt schon, und das täglich: Spaltung überwinden. Wenn wir unsere guten Gedanken – ein Gläubiger sagt dazu „Beten“ – unerschütterlich auf all diejenigen in unserem Umfeld richten, von denen wir (nicht nur aufgrund von „Corona“) getrennt sind, dann ist das eine große Kraft. Nehmen wir, sagte Ralf Ludwig einmal bei einer Kundgebung, unsere traumatisierten Mitmenschen virtuell, wo möglich auch tatsächlich, in den Arm. – Ja, das ist unser
Weg: Als Vorstufe und Werkzeug (!) dafür, was kommen wird und was uns in unaussprechlicher – „unglaublicher“ – Freude wieder vereinen wird.
Dr. Daniel Langhans Kommunikationstrainer