Kapitel 044

Wolfgang Greulich

Dr. Bodo Schiffmann2. Auflage · September 2021Originalseiten 176–179
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Ich glaube, es wäre gelogen, wenn wir behaupten würden, dass es Liebe auf den ersten Blick war. Wolfgang Greulich gehört zu den Menschen, die mehrfach versuchten, mit mir Kontakt aufzunehmen, indem sie mir E-Mails schrieben oder versuchten, mich telefonisch zu erreichen. Er gehört auch zu jenen Menschen, denen es nicht gelang. Wolfgang gab nicht auf, er wollte sich einbringen, er wollte selbst etwas verändern und er wollte unterstützen. Es war ihm nicht genug, die Bewegung mit Geld zu unterstützen, und er unterstützte viele Aktivisten mit Geld. Wolfgang ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer und Vater von drei Töchtern, die er sehr liebt. Er wusste, er muss etwas tun, um für seine Töchter eine Zukunft auf diesem Planeten zu bekommen, die den Namen Zukunft verdient. Es gelang ihm, Kontakt zu Samuel Eckert aufzubauen und er fing an, ihn mit Technik, Logistik und Know-how zu unterstützen. Er begleitete Samuel, half ihm, ein mobiles Studio aufzubauen und war ein gelehriger Schüler bei den Querdenker-Veranstaltungen im Technikbereich. Es gibt viel, was man im Hintergrund machen muss, damit eine Demonstration auf einer Bühne professionell abläuft. Das muss man lernen und er begab sich in die Lehre, auf jeder Demo, auf der er Samuel begleitete.

Wolfgang wollte nicht auf die Bühne, Wolfgang wollte nicht im Rampenlicht stehen. Er sah sich selbst als so etwas wie ein Heinzelmännchen. Ich traf ihn das erste Mal bewusst in Wien, als er zusammen mit Samuel zur Doppeldemonstration dort anreiste. Ich würde nicht behaupten, dass ich ihn sympathisch fand. Ich glaube, er mich auch nicht. Das zweite Mal trafen wir uns in seiner Firma in Stuttgart (ich berichtete davon in einem anderen Kapitel), als wir die Coronainfo-Tour genau planen wollten und nach kurzer Diskussion beschlossen, dass es keinen Sinn machte und wir besser einfach losfuhren. Wolfgang zog bei der gesamten Tour im Hintergrund die Strippen. Er sorgte dafür, dass die Webseite aktuell war, er meldete die Demonstrationen an, er tätigte sämtliche nervigen Telefonanrufe und beantwortete Schreiben. Wolfgang trug dafür Sorge, dass wir die Lenkzeiten des Busses einhielten und dass wir unsere Auftritte auch terminlich schafften. Er erinnerte mich immer rechtzeitig daran, dass ich mich um ein Nachtquartier kümmern musste. Wolfgang war sehr zurückhaltend, er hielt und führte die Kamera und drängte sich auch hier nicht auf die Bühne. Er fragte auch nicht danach, ob er eine Rede halten dürfte. Wolfgang ist sehr bescheiden und er opfert sich für an

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dere. Aber wir wurden schnell warm. Vielleicht lag es daran, dass wir im Bus übereinander schliefen. Das heißt, ich lag unten im Bett und er oben. Wir hatten Zeit, uns zu unterhalten. Wir lernten uns auf Augenhöhe kennen, als Väter, die ihre Sorgen mit ihren Kindern haben. Als selbstständige Unternehmer, die sich Sorgen um die Zukunft der Wirtschaft machen. Als Christen, die daran glauben, dass es einen Herrgott gibt, der uns unterstützt und unsere Schritte lenkt.

Wir wuchsen immer enger zusammen, es hatte so etwas von der Familie Dalton in „Unsere kleine Farm“. Diese Fernsehserie aus den Siebzigern endete immer damit, dass sich alle gegenseitig gute Nacht wünschten und langsam die Lichter ausgingen. Wir wünschten uns jeden Abend eine gute Nacht und sagten uns, dass es schön ist, dass es den anderen gibt. Wir ließen die Tage Revue passieren, wir schmiedeten Pläne und heckten Streiche aus, wie wir am nächsten Tag erfolgreich wieder unsere Veranstaltungen durchführen konnten. Es gab einen ganz einfachen Grund, warum wir ausgerechnet übereinander lagen, denn es hätte genug Betten gegeben, dass man nicht übereinander liegen musste. Diese beiden Betten waren die längsten Betten. Und da wir beide nicht gerade kurz sind, haben wir diese Schlafkojen gewählt, um uns nicht den Kopf anzustoßen.

Mit der Zeit wuchs in Wolfgang der Wunsch, auch etwas zu sagen. Er drängte sich nie vor und ließ immer Samuel und mir den Vortritt, wenn es einmal so aussah, als könnte nicht jeder reden. Das, was er sagte, war aber wichtig. Er schaffte es, die absichtliche Wirtschaftskrise

Abbildung aus dem Buch, Originalseite 177
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Wolfgang Greulich bei einer Kundgebung der Coronainfo-Tour

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von 2020 in die richtige Relation zu setzen und die Vorgänge beim Namen zu nennen. Wir waren ein gutes Team – der Unternehmer, der Anwalt, der Arzt, der fundamentale Christ.

Ich bin dankbar, dass ich Wolfgang Greulich meinen Freund nennen darf. Er kämpft unermüdlich weiter, auch nachdem ich Deutschland Richtung Afrika verlassen hatte. Wolfgang gab nicht auf. Man kann Wolfgang vertrauen. Er belügt einen nicht, er ist ehrlich. Wenn alle Eltern für ihre Kinder so kämpfen würden, wie Wolfgang das tat, dann hätte es niemals eine Maskenpflicht in den Schulen gegeben. Ich war dabei, wie er dem Lehrer und Schulleiter während der Tour telefonisch so eindeutig und direktiv zeigte, dass sie sich nicht mit ihm anlegen und die Finger von seinen Kindern lassen sollen, dass man fast Angst vor ihm kriegen konnte. Die Lehrer bekamen Angst vor ihm. Mehr Angst als vor staatlichen Strafen. Das ist der richtige Weg. Wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr verteidigen, wenn Eltern ihre Kinder, nur um dem System zu gefallen, misshandeln lassen, durch Testungen und das Tragen von Masken oder sogar durch das Verabreichen von experimentellen Impfstoffen, dann läuft etwas falsch. Viele Eltern im Jahr 2020 haben sich weniger um ihre Kinder gekümmert, als dies jedes Tier tun würde. Jedes Tier würde seine Jungen verteidigen. Nur der Mensch liefert seine Brut sogar als Versuchskaninchen an die Pharmaindustrie aus.

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