Kapitel 037

Der Mensch, das schlimmste Raubtier

Dr. Bodo Schiffmann2. Auflage · September 2021Originalseiten 155–158
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Als man bei uns das zweite Mal eine Hausdurchsuchung machte, waren wir danach irgendwie traumatisiert. Bei jedem Fahrzeug, das vorfuhr, ob es ein Paketbote war oder einfach nur die Müllabfuhr, hatten wir Angst, dass wieder jemand kommt, in unser Haus einbricht und uns Sachen wegnimmt. Es ist was anderes, wenn du etwas anstellst und die Polizei kommt, als wenn du ein reines Gewissen hast und du wirst trotzdem eingeschüchtert. Hausdurchsuchungen sind ein hervorragendes Mittel, um den Ruf eines Menschen zu ruinieren. Es ist einfach entwürdigend, wenn sich irgendjemand durch deine privaten Schubladen wühlt und auch keine Rücksicht darauf nimmt, ob Kinder anwesend sind oder nicht. Unsere „Straftat“ als Arzt besteht darin, dass wir Atteste ausstellten. Dabei ist das der Alltag eines Arztes und bis zum heutigen Tag kann ich mit gutem Wissen und Gewissen sagen, dass jedes Attest berechtigt war. Ich gehe allerdings auch so weit zu sagen, dass es keine unberechtigten Atteste gibt, weil mittlerweile unsere Meinung hundertmal wissenschaftlich bestätigt wurde – dass Masken schaden, aber nicht nutzen.

Auf jeden Fall haben wir uns vier Koffer mit Handgepäck mitgenommen und beschlossen, nach Sansibar zu reisen, um Abstand zu gewinnen und die Angst wieder zu verlieren. Ich war noch nie vorher in Afrika und ich muss zugeben, dass ich zunächst schockiert war, wie die Menschen dort leben müssen. Afrika ist ein armes Land, auch wenn wir Europäer in schönen Hotels untergebracht werden. Man muss das Hotel nur verlassen und schon sieht man, wie es den Menschen geht. Es ist im Grunde genommen unverständlich, denn dieses Land ist ein reiches Land. Es gibt in Tansania alle Arten von Früchten, Bananen, Melonen, Kokosnüsse. Es gibt Kaffee, Mangos, Papayas usw. Die Menschen arbeiten hart, aber sie bekommen kaum Geld für das, was sie tun. Die Hotels gehören ausländischen Investoren, die sehr viel Geld von den Touristen erhalten und den Mitarbeitern einen Hungerlohn bezahlen. Die Menschen sind immer noch Sklaven in diesen Ländern. Man gibt ihnen nur nicht mehr die Peitsche. Der Mensch schreckt nicht davor zurück, seine eigene Spezies auszunutzen und auch im Zweifelsfall verhungern zu lassen. Das passiert gerade in Madagaskar. Auch in Tansania geht es den Leuten nicht gut, denn sie leben von Tourismus. Durch die Maßnahmen in Bezug auf die Pandemie sterben in den armen Ländern Millionen von Menschen, ohne dass sie Kontakt zu irgendwelchen Krankheitserregern hatten. Der

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Krankheitserreger ist der Mensch. Der Mensch tötet Menschen für seinen Profit und es passiert nicht nur in Afrika, sondern im Moment weltweit. Profitieren werden nur Politiker, die Pharmaindustrie und einige wenige superreiche Familien. Für den Rest geht die Welt über Leichen und behauptet sogar, es ginge darum, Leben zu retten und um Solidarität. Es ist eine Solidarität mit einer kleinen Elite, es ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.

Abbildung aus dem Buch, Originalseite 156
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Familie Schiffmann in Afrika

Wir brauchen ein neues Bewusstsein, wir brauchen ein Wir-Gefühl. Und auch hier ist bei einer kleinen Gruppe Menschen in der Welt dieses Wir-Gefühl durch die Widerstandsbewegung entstanden. Wir sind eine neue Familie geworden. Eine Familie, die sich über alle Länder die Hand gibt. Wir spüren, dass wir zusammengehören und helfen uns gegen die Angriffe der blinden Masse. Es ist schön, überall auf der Welt gleichgesinnte Menschen zu treffen, und es gibt sie wirklich überall. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschen hat sich ein Grenzen überschreitendes Netzwerk gebildet, mit dem Ziel, eine bessere Welt zu bauen und Menschen vor Schaden zu schützen. Es ist ein Keim, es ist eine zarte Pflanze, aber sie hat bereits Wurzeln

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gebildet und sie verteilt sich immer weiter. Sie wird von einem auf den nächsten Tag sehr stark wachsen und in der Lage sein, sich gegen Schädlinge selbst zu wehren. Die Bestien unter den Menschen haben keine Zukunft, denn sie werden bald keine Opfer mehr finden. Dann werden sie verhungern. Wir sind die Saat für eine gemeinsame Zukunft auf dieser Welt.

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