Kapitel 013

Der 14. März 2020

Dr. Bodo Schiffmann2. Auflage · September 2021Originalseiten 73–76
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Der 14. März 2020 wird sicherlich ein Datum sein, das mir immer im Gedächtnis bleibt. Es war der Tag, an dem ich mein erstes Video mit Interpretationen der Zahlen aus Wuhan veröffentlichte. Ich dachte, es würde bei einem Video bleiben, und das Video lief unter dem Tenor „ein anderer Blick auf Corona, keine Panik“. Der Titel sagt eigentlich schon alles: Mein Ziel war es, die vielen Tausenden von Menschen, die vor dem Fernseher in voller Angst die sterbenden Menschen in Wuhan sahen und das Militär, das die Stadt abgeriegelte, aus ihrer Angst herauszuholen und ihnen zu zeigen, dass es ganz entscheidend ist, Zahlen niemals alleine stehen zu lassen und sie auch nicht einfach blind zu addieren. Zahlen ohne Bezug sind völlig sinnlos. Wenn in einem kleinen Dorf an einem Tag zehn Menschen sterben, dann ist das eine Katastrophe. Dann ist das ein Hinweis dafür, dass möglicherweise eine tödliche Erkrankung in dieser Gemeinde wütet. Dann könnte das ein Hinweis darauf sein, dass es vergiftetes Wasser gibt oder dass irgendwo ein Gasleck ist oder dass andere Faktoren dazu geführt haben, dass Menschen geschädigt werden. Zehn Tote in einem kleinen Dorf sind ein Alarmsignal. Zehn Tote in einer Millionenstadt wie Wuhan sind allerdings noch nicht einmal erwähnenswert. Und wenn ein Augenarzt darüber berichtet, dass ein Patient an einer schweren Atemwegserkrankung starb und er das noch nie vorher so sah, dann ist das noch nicht einmal erwähnenswert. In den Zeiten der sozialen Medien verteilen sich solche Berichte allerdings wie ein Lauffeuer und dann glauben die Menschen gleich, man würde ihnen etwas vorenthalten. Auch die chinesische Regierung wies zunächst einmal diesen Augenarzt nachdrücklich darauf hin, dass er doch bitte aufhören soll, Angst zu verbreiten. Im Grunde genommen sehr vernünftig. Zahlen ohne Bezug wirken schrecklich. Auch wenn jeden Tag präsentiert wird, wie viele Menschen mit einem positiven PCR-Test sterben, vergessen die Menschen, wie viele ohne positiven PCR-Test starben. Man muss sich die Frage stellen, ob man es überhaupt gemerkt hätte, dass diese Menschen an etwas anderem starben als an einer Erkältungserkrankung oder an einer Grunderkrankung oder schlicht und ergreifend an ihrem Alter. Als ich Kind war, starben Menschen noch an Altersschwäche. Als ich mit meinem Medizinstudium fertig war, starben Menschen nicht mehr an Altersschwäche. Sie hatten immer einen ICD-Code. Diese „International Classification of Diseases“ quetscht jede Todesursache in eine Zahl. Aber natürlich muss man sich fragen: Starben denn mehr Leute als

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sonst und starben sie mit anderen Symptomen als sonst? Und hier fängt die Sache an, witzig zu werden. Denn es ist mir bis zum heutigen Tag ein Rätsel, wie man von einer neuen Erkrankung sprechen kann, wenn die Covid-19-Erkrankung keine typischen Symptome hat, die sie einzigartig machen, sondern dieselben Symptome wie jede grippale Erkrankung. Jetzt musste ich schauen: Sterben mehr Leute als sonst? – und das machte ich. Ich sah mir an, wie viele Menschen starben in Wuhan normalerweise und ich schaute mir im Verlauf dieser Erkrankung an, wie viele Menschen starben in Deutschland, wie viele Menschen sterben in Deutschland täglich.

Die wenigsten Menschen wissen, dass in Deutschland jeden Tag 2500–2600 Menschen sterben und im Durchschnitt 900–1000 Menschen in Alters- oder Pflegeheimen. Durch die Covid-19-Erkrankungen sind nicht mehr Menschen gestorben. Aber es sind mehr Menschen einsam gestorben, man hat sie alleine gelassen in der Stunde des Todes. Man hat sie alleine gelassen in der Zeit, wo sie die meiste Hilfe gebraucht hätten, weil sie Angst oder Schmerzen hatten. Man hat sie alleingelassen in Pflegeeinrichtungen und sie durften noch nicht einmal ihre Enkel sehen. Es gab keinen Aufschrei. Die Menschen interessierten sich nicht dafür, sie hatten nur Angst, selbst Covid-19 zu kriegen und sie wollten ihre lieben Angehörigen schützen. Wenn für einen Menschen die Stunde des Todes herangekommen ist, dann kann man ihn nicht schützen, ganz egal, ob man ihn isoliert oder nicht. Aber man kann ihm Liebe geben. So viele Menschen haben ihre Angehörigen verraten, die Menschen, die ihnen eigentlich das meiste bedeuten sollten. 2020 ist das Jahr der Egoisten. Egoisten, die behaupten, sie machen das alles für andere, Egoisten, die davon sprechen, sie wären solidarisch. Sie sind es nicht, sie sind entmenschlicht, sie sind pervertiert, sie sehen nur sich selbst. Das geht so weit, dass sie noch nicht einmal darüber nachdenken, dass sie sich selbst schaden, wenn sie eine Impfung nehmen.

Doch zurück zum 14. März. Ich machte dieses Video und war, wie erwähnt, der felsenfesten Überzeugung, ich müsste nur ein Video machen. Denn es war so einfach zu erkennen, dass es sich hier nur um einen Irrtum und nicht um eine Pandemie handelt. Es war so einfach zu erkennen, dass es zu keinem Zeitpunkt in keinem Land der Welt eine besorgniserregende Menge an Toten gab. Das war so einfach zu erkennen, dass es sich nicht um eine neue Erkrankung handelte, sondern um eine typische Atemwegserkrankung. Ich war sicher, dass

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alle Ärzte sofort verstehen würden, dass sie hier falsch informiert werden. Ich war sicher, dass meine Patienten, 81.000 an der Zahl, mich unterstützen und dieses Video verteilen würden, sodass viele Politiker auf der ganzen Welt dieses Video sehen und sofort aufhören würden, denselben Fehler wieder zu machen, den sie bereits bei der Schweinegrippe gemacht hatten. Ich habe mich getäuscht. Es kam ein zweites, ein drittes, ein viertes, ein fünftes Video und letztendlich wurden es viele hunderte Videos und Interviews (jedoch nicht in der Mainstream-Presse).

Ich arbeitete immer als Arzt, auch als meine Praxis geschlossen war, weil das, was ich hier mache, ist ärztliche Aufklärung und ärztliche Aufklärung ist Teil der ärztlichen Tätigkeit. Auf Gesundheitsgefahren hinzuweisen ist Aufgabe eines Arztes und wenn die Gesundheitsgefahren durch das Tragen einer Maske bestehen und wenn die Gesundheitsgefahren durch Substanzen sind und wenn die Gesundheitsgefahren genetische experimentelle Impfstoffe sind, die keine Impfungen sind, dann ist es Aufgabe eines Arztes, seine Patienten zu schützen und darüber zu informieren. Ich war nie ein echter Reporter und ich war nie ein echter Aufklärer. Ich war immer nur Arzt, Arzt aus Überzeugung, der sich seinen Patienten verpflichtet fühlt.

Abbildung aus dem Buch, Originalseite 75
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Bodo Schiffmann in einem seiner Aufklärungsvideos

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