Kapitel 034

Banken und Politik

Dr. Bodo Schiffmann2. Auflage · September 2021Originalseiten 147–150
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Wenn ich sagen würde, ich wäre überrascht gewesen, als mir meine Hausbank nach über 30 Jahren Treue ohne Angabe von Gründen das Konto kündigte, dann hätte ich maßlos untertrieben. Ich war, seit ich Jugendlicher war, bei der Deutschen Bank Kunde. Ich hatte dort mehrere Sparkonten und auch mein Privatkonto sowie einen engen und persönlichen Kontakt zu meinem Bankberater. Auch mein Vater war dort immer Kunde gewesen. Eines Tages fand ich in meinem Briefkasten ein Schreiben, in dem mir mitgeteilt wurde, dass die Deutsche Bank sich dazu entschlossen hat, ihre Beziehungen mit mir fristgerecht mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Ich setzte mich darauf mit der Bank in Verbindung und ließ mich kreuz und quer durch verschiedene Abteilungen verbinden. Es hätte mich brennend interessiert, wie sie die Kündigung begründeten, aber sie wollten sie gar nicht begründen, sie hatten kein Interesse daran.

Ich bekam am Ende folgende Auskunft: Sie als Kunde haben das Recht, das Konto ohne Angabe von Gründen fristgerecht zu kündigen. Dasselbe Recht haben wir als Bank auch. Wir nehmen uns das Recht, Ihnen Ihr Konto zu kündigen. Wir können gut verstehen, dass Sie diese Antwort nicht befriedigt. Sie werden keine andere Antwort bekommen.

Ich war nicht alleine. Ralf Ludwig, Markus Haintz, die Ärzte für Aufklärung, Anselm Lenz, Jens Wernicke und viele andere bekamen ungefähr zum selben Zeitpunkt ihre Konten gekündigt. Bei verschiedenen Kreditinstituten und auch sie haben nie erfahren, warum man ihnen die Konten kündigte.

Alle Namen, die ich nannte, sind Aktivisten, die versuchten, die Regierung vor einem Fehler zu bewahren. Es handelt sich um Anwälte, Journalisten und Ärzte, die verzweifelt versuchten, ihre Sicht und Einschätzung der epidemischen Lage mit der Bevölkerung oder anderen Experten zu teilen.

Wenn man zu einer völlig anderen Einschätzung in Bezug auf eine potenzielle Bedrohung der menschlichen Art kommt, dann würde man eigentlich erwarten, dass jedes Hilfsangebot mit in die Beurteilung der Lage einfließt. Wenn das nicht passiert, dann ist das ein Hinweis dafür, dass man diese Lage selbst kreiert und erfunden hat und deswegen nicht möchte, dass jemand sie kritisiert.

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Welche Macht ist in der Lage, verschiedene Banken nahezu zur selben Zeit dazu zu bringen, ihre Geschäftsbeziehung mit kritischen Bürgern zu kündigen? Die Frage ist im Grunde genommen sehr einfach zu beantworten: Derjenige, dem die Banken wirklich gehören. Wer glaubt, dass es sich hier um unabhängige Kreditinstitute handelt, den muss ich enttäuschen. Auch diese Banken gehören letztendlich jemandem. Es gibt ganz wenige Familien, die im Grunde genommen die gesamte Welt besitzen. Auch das musste ich lernen, auch das konnte ich erst nicht glauben. Auch Geschäftsräume wurden gekündigt, Ken Jebsen, Dr. Kirsten König, Demokratischer Widerstand und auch unsere Praxisräume. Das ist besonders faszinierend, weil es sich um eine Gemeinschaftspraxis handelt und sich meine Frau nie auch nur einmal kritisch äußerte oder in Erscheinung trat. Sie wurde in Sippenhaft genommen. So arbeitet man eigentlich in totalitären Staaten, dass man Systemkritiker wirtschaftlich zerstört, ihnen die Arbeitsmöglichkeiten nimmt und die Konten einfriert.

Auch unsere Geschäftskonten bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank kündigte man uns. Auch hier wurde der Bankberater weder informiert, noch konnte er erklären, warum man uns nicht mehr als Kunden haben möchte. Die Vertriebsleitung traf die Entscheidung. Sind wir schlechte Ärzte, weil wir uns an das Genfer Gelöbnis halten? Sind wir schlechte Ärzte, weil wir uns auch unter Druck nicht dazu zwingen lassen, gegen unsere Patienten zu handeln. Wie ist es möglich, dass die Deutsche Apotheker- und Ärztebank sich gegen wissenschaftlich arbeitende Ärzte stellt? Das Lustige an der Covid- 19-Erkrankung ist, dass es keinerlei Evidenz für das Vorliegen einer Pandemie gibt. Dass es keine wissenschaftlichen Arbeiten gibt, die Lockdown oder Masken unterstützen würden und dass es den wissenschaftlichen Nachweis gibt, dass die als Impfungen bezeichneten Gentherapien mehr schaden als nutzen.

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank machte sich damit in besonderem Maße schuldig. Weil sie Ärzte bestraft, die nicht zum System gehören. Im Übrigen handelte diese Bank auch bereits in den Dreißigerjahren ähnlich. Damals hieß sie noch Apothekerbank. Es lohnt sich, hier ein bisschen zu recherchieren. Unliebsame Ärzte, deren Gesinnung nicht zu der des Staates passt, sind hier keine gern gesehenen Kunden.

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Wir brauchen ein anderes Bankensystem. Wir brauchen ein Bankensystem, das von den Bürgern kontrolliert wird und nicht von der Großfinanz. Wir brauchen eine einseitige Kündigungsoption für den Kunden, ohne dass die Banken dem Kunden kündigen dürfen. Banken sollten keine Aktiengesellschaften sein, sondern wirtschaftliche Unternehmen, die mit ihren Kunden zusammenarbeiten. Der Erfolg des Kunden sollte der Erfolg der Bank sein, der Misserfolg des Kunden sollte die Bank dazu bringen, dem Kunden zu helfen, damit er wieder Erfolg hat.

Abbildung aus dem Buch, Originalseite 149
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Dr. Mechthild und Dr. Bodo Schiffmann in ihrer (ehemaligen) Praxis

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