Dr. Bodo SchiffmannDie Akten. Die Aussagen. Die Folgen.
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Dokumentation

Die Behördenbefunde

RKI, BfArM, PEI und BMG: datierte Fundstellen aus dem aktuellen Projektbestand.

Die erfassten Befunde.

BMG_BioNTech · 10.12.2021

Myokarditiswarnung in neuer Fachinformation

BioNTech übersendet dem BMG die Übersetzung der Variation 95 zur Myokarditis. Die beigefügte Produktinformation beschreibt ein erhöhtes Myokarditis-/Perikarditisrisiko, besonders nach zweiter Dosis und bei jüngeren Männern, und nennt zwei europäische Risikoabschätzungen.

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RKI · 20.12.2021

FFP2 versus MNS / Laien

Für Laien lagen nach der dokumentierten Diskussion keine wissenschaftlichen Ergebnisse vor, die eine bessere Verringerung der Übertragung durch FFP2 gegenüber MNS zeigten. Gleichzeitiges Tragen medizinischer Masken durch möglichst alle im Raum wurde weiter als wirksam angesehen.

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RKI · 20.12.2021

Kinder / COALA / Settingrisiken

Für 30 untersuchte Kitas wurden sekundäre Infektionsanteile von 9,6 Prozent in Kitagruppen und 53,3 Prozent im eigenen Haushalt referiert; kindliche Kontaktpersonen in Kitas waren seltener betroffen als erwachsene.

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Arzneimittel · 23.12.2021

Paxlovid: Bewertung vor EU-Zulassung

EMA veröffentlichte am 16.12.2021 eine Vorabempfehlung. BfArM bewertete Paxlovid am 23.12.2021 unter Maßgaben positiv und befürwortete die frühe Verfügbarkeit noch vor der formalen EU-Zulassung.

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RKI · 03.01.2022

Quarantäne / politische Beschlüsse versus Fachgremien

Die Diskussion hielt fest, dass ein breiter fachlicher Abstimmungsprozess zu anderen Ergebnissen gelangt sei als politische Gremien. Bei der Veröffentlichung solle klar werden, dass es sich um GMK-/BMG-Beschlüsse handele; fachliche Bedenken sollten begründet und eine Synopse beigefügt werden.

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RKI · 10.01.2022

Geimpfte Genesene / Ausnahmen

Eine in der geplanten Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vorgesehene Ausnahme für geimpfte Genesene unabhängig vom Zeitabstand zwischen den Ereignissen wurde als ohne zugrunde liegende fachliche RKI-Empfehlung protokolliert.

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BMG_BioNTech · 21.01.2022

BioNTech meldet erschwerte Studienrekrutierung durch Zertifikatsregeln

BioNTech berichtet dem BMG, Freiwillige für Studien mit angepasstem Wirkstoff seien schwer zu finden, solange Studienteilnehmer im Alltag Nachteile beim gültigen Impfnachweis hätten. Die zitierte BMG-Antwort vom 4. Januar beschreibt die Grenzen der Zertifikatsausstellung für nicht zugelassene Studienimpfstoffe und kündigt eine europäische Befassung an.

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BMG_BioNTech · 25.01.2022

Chargenfreigabe wird nach Eskalation beim PEI geklärt

Das BMG berichtet um 10:18 von einer Großhandelslieferung, zu der das PEI eine fehlende deutsche Freigabe gemeldet habe. Um 12:07 drängt das BMG auf Einreichung des MIF beim PEI. Um 12:59 teilt BioNTech mit, der Bescheid für die Freigabe liege dank schneller Reaktion auch beim PEI nun vor; das BMG bedankt sich um 13:14.

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BMG_BioNTech · 28.01.2022

Bonn: falsch gelagerte Dosen bereits verimpft, Wirksamkeit unklar

Das BMG meldet BioNTech, dass ein Bundes-Impfzentrum in Bonn Comirnaty länger als die zulässigen zwei Wochen bei −20 °C gelagert und bereits verimpft habe. BioNTech antwortet, für außerhalb der vorgesehenen Bedingungen gelagerten Impfstoff keine Wirksamkeitseinschätzung abgeben zu können. Am 2. Februar fragt das BMG erneut nach Risiken und möglicher Wiederholungsimpfung.

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RKI · 09.02.2022

Risikobewertung / BMG-Zustimmung

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung einer überarbeiteten Risikobewertung wurde von BMG-Zustimmung abhängig gemacht, voraussichtlich nicht vor der MPK am 16.02.2022. Eine frühere Herabstufung sei wegen des Deeskalationssignals politisch nicht gewünscht. Inhaltliche Überarbeitung und Diskussion wurden zugleich auf die folgende Woche vertagt.

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RKI · 21.02.2022

Bürgertests / Einschränkung

Eine fortgesetzte allgemeine Bürgertestung wurde als fachlich nicht mehr notwendig bewertet. Vorgeschlagen wurde Beschränkung auf bestimmte Anlässe, etwa Kontakte zu vulnerablen Gruppen oder vorgeschriebene 2G-/3G-Konstellationen.

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EU_Beschaffung · 04.04.2022

HERA bestätigt sieben JNT-Staaten und verweigert individuelle Namen

HERA benennt Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Schweden und die Niederlande als im JNT vertretene Staaten mit Produktionskapazitäten. Die individuellen Namen werden mit datenschutzrechtlicher Begründung nicht offengelegt. Der Antrag hatte die Namen gerade zur Prüfung möglicher Interessenkonflikte verlangt; HERA hält die dargelegte Notwendigkeit dennoch für nicht hinreichend konkret.

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RKI · 20.04.2022

Risikobewertung / strategische Abstufung

Mit Blick auf das BMG wurde intern empfohlen, das Risiko aus strategischen Gründen zunächst auf hoch statt auf moderat herabzustufen. Ein Absatz zur individuellen Gefährdung bestimmter Gruppen sollte zugunsten des Bevölkerungsrisikos entfallen; stattdessen sollte die deutliche Verringerung schwerer Erkrankungen durch Grundimmunisierung und Auffrischimpfung betont werden. Fachliche Durchsicht und Übersendung an das BMG standen noch bevor.

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RKI · 20.04.2022

Bürgertests / Ministerposition

Im RKI-Protokoll wird unter dem Tagesordnungspunkt Expertenbeirat über einen ersten Entwurf zur Vorbereitung auf den Herbst berichtet. Ein Vorschlag zur Einstellung der Bürgertests im Herbst verursache Unmut des Ministers; die Ausführungen der BMG-Arbeitsgruppe Diagnostik reichten ihm noch nicht für eine hinreichende Einschätzung.

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RKI · 08.06.2022

Schultests / Bürgertests / politische Priorität

Der Minister wurde als grundsätzlich stark für Testungen beschrieben; Bürgertests würden zunächst weitergeführt. Schultests hätten aus RKI-Sicht an Bedeutung verloren; andere, nie systematisch getestete Bevölkerungsgruppen hätten vermutlich eine höhere Dunkelziffer.

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RKI · 29.06.2022

Antigentests / Lageberichterstattung / BMG-Anweisung

Das BMG wies laut Protokoll der Lage-AG an, positive Antigen-Nachweise zusätzlich in der Lageberichterstattung auszuwerten. Das RKI hielt fest, dass diese seine Referenzdefinition nicht erfüllten und die übermittelten Daten unvollständig, lückenhaft und wenig aussagekräftig seien; das Konzept werde noch entwickelt. Die Fortsetzung verlangt, auch die Zahl der Gesundheitsämter anzugeben, die Antigendaten übermitteln.

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