Nowcasting und Kommunikation
Intern wurde erwogen, Nowcast-Ergebnisse vorsichtig oder zunächst nicht zu kommunizieren, weil sie den Maßnahmen widersprechen könnten.
Belege ansehen →Wer wusste was – und wer entschied?
Die Akten dokumentieren konkrete Unterschiede zwischen fachlicher Beratung, politischer Kommunikation und ministerieller Vorgabe.
Intern wurde erwogen, Nowcast-Ergebnisse vorsichtig oder zunächst nicht zu kommunizieren, weil sie den Maßnahmen widersprechen könnten.
Belege ansehen →Das RKI lehnte undifferenzierte Reisequarantäne-Grenzwerte fachlich ab; politisch wurden solche Werte benötigt.
Belege ansehen →Das RKI bevorzugte eine individuelle Entscheidung und bezweifelte den Sinn einer generellen FFP2-Pflicht. Die bayerische Pflicht wurde eingeführt.
Belege ansehen →Das RKI hielt die Formulierung fachlich für nicht korrekt und diskutierte die Schwierigkeit, die wiederholte Ministerkommunikation zu korrigieren.
Belege ansehen →Der breite fachliche Abstimmungsprozess und die politischen GMK-/BMG-Beschlüsse führten laut Protokoll zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Belege ansehen →Die Veröffentlichung wurde von der BMG-Zustimmung abhängig gemacht. Eine frühere Herabstufung war wegen des Deeskalationssignals politisch nicht gewünscht.
Belege ansehen →Das BMG verlangte eine zusätzliche Auswertung positiver Antigen-Nachweise. Das RKI hielt die Daten für unvollständig und wenig aussagekräftig; seine Referenzdefinition war nicht erfüllt.
Belege ansehen →Das RKI hielt seine fachliche Bewertung weiterhin für richtig. Die Empfehlung sollte bis zu einer anderslautenden BMG-Anweisung bestehen bleiben.
Belege ansehen →Die Testakten unterscheiden Herstellerangaben und unabhängige Evaluierung und dokumentieren politischen Beschleunigungsdruck.
Das am 11.02.2021 versandte Informationsmaterial trennt Herstellerangaben, BfArM-Erstattungsliste und vergleichende Laborevaluierung. BfArM gleiche Herstellerangaben mit Mindestkriterien ab. PEI, RKI und weitere Stellen prüften Tests an vergleichbaren Probenpanels; diese Prüfung betreffe die Sensitivität, nicht die Spezifität oder alle zugelassenen Probenmaterialien. Negativ evaluierte Tests sollten samt zugehörigen Vertrieben von der Liste entfernt werden.
Belege ansehen →38 Tests waren positiv vergleichend evaluiert; für weitere 131 war die Evaluierung noch offen. Genannt werden acht bis zehn Prüfungen pro Woche.
Belege ansehen →Eine BMG-Mail vom 09.02.2021 berichtet, die SPD habe im Koalitionskreis ein Gespräch mit Roche wiedergegeben. Sie drängt auf Veröffentlichung bereits am Vortag gebilligter Kriterien für Selbsttest-Sonderzulassungen noch vor dem Ausschusstermin. Eine zweite BMG-Mail berichtet über Spahns Vorbehalt, eine Lockerung selbst zu verantworten, und ein anschließendes Zurückweichen der Koalitionsbeteiligten.
Belege ansehen →BfArM zitiert dem BMG am 20.01.2021 vorläufige Werte aus einer einzelnen noch unveröffentlichten Studie zu DIALAB und NADAL bei vorderem Nasenabstrich und PCR-Vergleich. Die Sensitivitäten DIALAB/NADAL betragen bei Symptomfreien 40,7/56 Prozent, mild Erkrankten 75,9/77 Prozent und Hospitalisierten 93,8/100 Prozent. BMG bittet um Nachricht, sobald der Preprint verfügbar ist.
Belege ansehen →Das BfArM hatte das Vorgehen vorab akzeptiert. Das BMG hielt es unter Zeitdruck für vertretbar. Baden-Württemberg verlangte eine schnelle Rückkehr zur ordnungsgemäßen Laientest-Auslieferung.
Belege ansehen →Das BMG fordert die im Protokoll zugesagten Unterlagen zum Starterpaket nach.
Belege ansehen →Bund-Länder-Runde02.12.2020, TOPII FFP2 Masken (BMG): BMG berichtet die Entscheidung der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin zur Ausgabe von15 Masken an vulnerable Personen über Apotheken. Länder nennen Versorgungsprobleme, Bremen negative Erfahrungen. RKI stellt die Haftungsfrage und verweist ausdrücklich auf seine veröffentlichte FAQ zur Sinnhaftigkeit vonFFP2 außerhalb des Arbeitsschutzes.
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