Dr. Bodo SchiffmannDie Akten. Die Aussagen. Die Folgen.
Behördenbefunde / Midazolam und behaupteter Mordnachweis

F-BK-011 · Buchabgleich

Midazolam und behaupteter Mordnachweis

Ereignisdatum: 15.02.2024

Wilson Sy veröffentlicht am 15.02.2024 eine Auswertung aggregierter britischer Sterbe- und Verordnungsdaten und deutet zeitliche Zusammenhänge als Hinweis auf iatrogene Todesfälle. Die im Buch verwendete Grafik gehört zu dieser späteren Arbeit. Der deutsche Apothekenbrief vom 01.04.2020 behandelt dagegen die Bevorratung von Morphinpräparaten.

Bedeutung im Quellenabgleich

Zeitreihenassoziation als Autorenbefund vorhanden; ein Mordnachweis ergibt sich daraus nicht.

Kontext, Bezugsgröße und Datierung

Aggregierte Korrelationen identifizieren weder behandelte Einzelpersonen, verabreichte Dosen, Indikation, zeitliche Kausalkette noch Vorsatz. Mehr Schwerkranke können gleichzeitig den Bedarf an palliativer Behandlung und die Sterblichkeit erhöhen. Das ist eine offene Alternativerklärung, keine hier bereits nachgewiesene Ursache. Morphin-Bevorratung und Midazolam-Zeitreihe sind nicht dieselbe Evidenz.

Die Fundstelle

BKS-012: PDF-S. 1, 8–14 und 20–21; Abb. 7 auf S. 9; BOOK-001: S. 20