Die im Bremen-Interview genannte Tübinger Arbeit berichtete T-Zell-Kreuzreaktivität bei 81 Prozent ihrer untersuchten nicht exponierten Gruppe. Die genannte Größenordnung hatte damit einen konkreten Forschungsbezug und eine bestimmte untersuchte Population.
Bezug im Quellenbestand: 2020-10-11 / 2020-10-12
Vorwurf
Die dem Interview vom 12. Oktober 2020 zugeschriebene Größenordnung von 80 Prozent Hintergrundimmunität sei aus der Luft gegriffen.
Damals öffentlich geäußert
03:20–03:44: Schiffmann nennt Tübingen, 80 Prozent und eine zelluläre Antwort ausdrücklich.
Was die Fachstellen festhielten
TEILWEISE: Hintergrund-Kreuzreaktivität war intern bekannt. Die 81-Prozent-Zahl war vor dem Interview öffentlich; ein klinischer Schutz von 80 Prozent der Bevölkerung wurde dadurch nicht bewiesen.
Die zugehörigen Quellen
- Ergebnisprotokoll KrisenstabssitzungW03-S1 · 27.04.2020 · DOCX-Absätze 330, 333; nullbasiert, einschließlich leerer Absätze
- SARS-CoV-2-derived peptides define heterologous and COVID-19-induced T cell recognitionW03-S2 · 30.09.2020 · DOI 10.1038/s41590-020-00808-x; Primärverlag und PubMed-Abstract
- Swadling et al.: T-Zellen und abortive InfektionenW03-S3 · 10.11.2021 · Ergebnisse und Diskussion; DOI 10.1038/s41586-021-04186-8
- Kundu et al.: Kreuzreaktive T-Zellen bei HaushaltskontaktenW03-S4 · 10.01.2022 · Ergebnisse und Diskussion; DOI 10.1038/s41467-021-27674-x