Dr. Bodo SchiffmannDie Akten. Die Aussagen. Die Folgen.
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KE09 · Kündigung

RKI-Infektionszahlen seien unzutreffend

Meldeverzug, Rückstau und methodische PCR-Fragen sind amtlich dokumentiert. Die Kritik war kein erfundenes Testproblem.

Vorwurf / Prüfposition

Die Kritik an RKI-Zahlen wird als Beispiel falscher Aussagen angeführt.

Antwort und Belege

Das Original 04:38–05:44 benennt echte Test- und Meldethemen. Der RKI-Lagebericht 11.10. erklärt Tagesplus, Meldeverzug und ältere Meldedaten. EB 40 bestätigt 15.983 rückständige Proben in 46 Laboren. Die 1,4 Prozent lassen sich auf 14 von 983 nicht richtig negativen Analysen einer INSTAND-Kontrollprobe zurückführen. Darunter waren 7 positive, 4 fragliche und 3 unvollständige Ergebnisse. Das belegt die methodischen Gegenstände der Kritik, keine allgemeine klinische 1,4-Prozent-Fehlerschwelle. Die im Video genannte April-zu-Oktober-Erklärung wird durch die Wochenbestände nicht bestätigt. Die WHO beschrieb schon am 11.09.2020, dass bei abnehmender Prävalenz der positive Vorhersagewert sinkt. Das stützt die Kritik an der undifferenzierten Gleichsetzung positiver Befunde mit Infektionen, beweist aber keine bestimmte Fehlerquote der gesamten RKI-Fallstatistik.

Bereits vorhandene Verteidigungsgrundlage

RKI-Diskussion vom 29.04.2020 zu falsch positiven Befunden beim Screening; INSTAND-Ringversuch und Test-/Fallzahlen sind fachliche Anknüpfungspunkte. Bei sinkender Prävalenz kann der Anteil falsch positiver Ergebnisse unter allen positiven Ergebnissen steigen. Mehr Tests können bei gleicher Spezifität mehr falsch positive Befunde erzeugen. Das begründet eine Kritik an undifferenzierten Fallzahlen.

Fundstelle des Vorwurfs

OS-ANL.pdf · PDF-Seite 3
OS-GRN2.pdf · PDF-Seite 5

Die zugehörigen Quellen